Untere Schranke
Wer keine untere Vermögensschranke für "natürliche Personen" sinnvoll
erachtet, der fordert letztlich die Wiedereinführung der Sklaverei!
Ist es nicht naheliegend per öffentlichem Recht eine weitere "untere
Schranke" einzuziehen, die oberhalb des bloßen "Eigentums am Körper"
angesiedelt ist?
Und weiter: wer eine untere Schranke für sinnvoll erachtet (und - ich
wiederhole mich - es gibt heute bereits in vielen Ausgestaltungen des
öffentlichen Rechts eine: Eigentum am eigenen Körper), muss freilich die
Frage nach der Finanzierung dieser beantworten und bietet sich hier nicht
eine dieser zu diskutierenden unteren Schranke entsprechende obere Schranke
an?
Ja, und die Finzierung wäre einfach, und zwar, indem man die (Lebens)Zeit monetarisiert.
Zeit läuft ab, und während die Person ihr Recht auf Leben ausübt, muss sie konsumieren.
Konsumieren kann man dadurch, indem man die Konsumprukte kauft (also Eigentum an ihnen erwirbt) - oder für ihre Nutzung bezahlt.
Und hier setzt der Betrug ein:
Obwohl das Produkt im Laufe der Zeit (Zeit läuft ab) vom Nutzer bezahlt wird, hat er kein Eigentum an ihnen erworben.
Nur so kann es geschehen, dass es Menschen gibt, die leben, ohne Eigentum zu haben.
Eine obere Schranke ist weder erforderlich noch durchsetzbar.
Dabei ist ein blinder Glaube daran, dass das öffentliche Recht ("Staat",
"Herrschaft"!!!), die Lösung für alles ist, unbedingt zu vermeiden. Ganz
im Gegenteil: das öffentliche Recht (nicht das Privatrecht!) hat
uns so "grandiose Errungenschaften" wie die Inquisition,
Konzentrationslager und Gulags beschert. Das öffentliche Recht ist mit
allem nur erdenklichen Argwohn immer wieder aufs Neue zu Durchleuchten und
nach seinen Intentionen zu befragen!
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc