Sand im Bündnisgetriebe

re-aktionaer, Samstag, 28.11.2015, 08:52 (vor 3721 Tagen) @ Sundevil9308 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 28.11.2015, 15:09

Ehrlich gesagt, halte ich den Abschuss der SU24 für einen gescheiterten Versuch, Sand ins diplomatische Getriebe zu streuen. Frankreich hat die Anschläge genutzt, um die Tür nach Russland zu öffnen. Der "europäische Bündnisfall" statt dem Ruf nach der NATO war ein klares Signal an Russland.
Zeitgleich ging es mit der Bombardierung der Ölfelder los.

Erdolf sah seine Felle davon schwimmen. Denn wenn nun eine internationale Allianz in Syrien ans Werk geht, sind Erdolfs Geschäfte und seine ganzen Syrienambitionen im Eimer. Obendrein kriegen vielleicht auch noch die Kurden mehr Oberwasser. Was also tun?

Der Abschuss war der letzte verzweifelte Akt eines Hasardeurs, die Allianz mit Russland zu sprengen. Weder die NATO noch Europa sind darauf eingestiegen. Erdolf hat sich verzockt und kriegt jetzt die Rechnung in Form von Sanktionen präsentiert. Er wird bein Klimagipfel Paris (welch Ironie) jammernd zu Onkel Vladimir angekrochen kommen und ihn anbetteln, die Sache ohne Gesichtsverlust lösen zu dürfen.

Onkel Vladimir wird sich entweder einen Spass daraus machen, Erdolf anrennen zu lassen, oder er wird - was ich für wahrscheinlicher halte - politisches Kapital daraus schlagen. Z.B. keine türkischen Jets mehr über Syrien.
Anschliessend wird bei der Untersuchung herauskommen, dass die Russen die Warnrufe nicht hörten, weil sie die falsche Funkfrequenz eingestellt hatten und im Jet gerade Radio Erewan lief oder die SU24 die Radarsignatur eines bösen Dschinn hatte und verwechselt wurde.


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