Der Staat will sich ja nicht nur an Gewinnen ....
..., sondern sich demnächst vor allem an den Vermögen seiner Steuerpflichtigen bereichern. Die Rückkehr der Vermögenssteuer ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Frage: Wer sich (wie Chef) ständig den Goldpreis anschaut, dem kann nicht
verborgen bleiben, dass da Käufer auch Verluste machen. Mal geht es hoch,
mal runter. Und auch nicht alle Immobilien steigen im Preis, das ist
abhängig von der Lage. Wie sieht das denn dann konkret aus, wenn man zB
mit Gold Verluste macht?
Verluste wie bisher, im Rahmen der Kapitalvermögen (Zertifikate etc.) oder privaten Veräußerungsgeschäfte. Oder halt gewerblich Gewerbeverlustvorträge oder vortragsfähige Verluste für ESt/KSt.
Ich kenne einige, die haben beim Kurs von 1200
oder mehr Euro Gold gekauft - und hätten nun (falls sie verkaufen wollten)
ne Menge verloren. Beteiligt sich der Staat dann überall auch den
Verlusten???
Wenn > 1 Jahr no chance. Nur gewerblich klappt's dauerhaft
.
Ne Zwangshypothek auf ne Immobilie ok, aber was ist, wenn die
Immobilie im Wert fällt (zB wegen ner neuen Kläranlage nebenan oder nem
Flüchtlimngsheim oder...) ???
Was soll dann sein? Vermögenssteuer zahlste auf den Stichtag, Ertragssteuern auf die besteuerbaren Gewinne ./. ausgleichsfähige Verluste.
Ich lese immer nur, an welchen gewinnen sich der Staat künftig laben
will, aber nie, dass er sich an Verlusten beteiligen will, geht das
überhaupt steuertechnisch - nur Gewinne besteuern und Verluste
ignorieren???
Nope, sofern nicht auf Einkommensarten oder Einlagen beschränkt (siehe 15a EStG).
Ich stelle mir diese Frage immer, wenn Journalisten über
neue Einnahmemöglichkeiten spekulieren, frage daher mal in die Runde und
bin gespannt...
Bei den Ertragssteuern sehe ich da wenig Chancen. Die Rechtsprechung blockiert da sehr viel zum Schutze der Steuerzahler.
Aber mal so am Rande, das interessiert auch die Verlagswelt (Keine Gewähr)
Steuersatz soll EU-Weit rauf auf 23% ab 2017, Wegfall der 7%. Das hört man zumindest an Gerüchten von den EU-Arbeitsgruppentierchen. Die Harmonisierung wird sehr zügig in diese Richtung gehen. Auch wird DE massiv Umsatzsteueraufkommen entrissen werden. Denn nahezu alle Mitgliedsstaaten plädieren derzeit für eine grundlegende Umsetzung des Bestimmungslandprinzip (OHNE LIEFERSCHWELLEN). D.h. wer nach Spanien verkauft, der führt dann auch dorthin die USt ab. Die Länderkennung wird dann technisch über die mtl. Voranmeldungen laufen, ähnlich dem schon laufenden MOSS-Verfahren. Niemand muss sich mehr irgendwo registrieren.
Darauf muss man schon jetzt achten (Nur als Beispiel!)
Wer derzeit z.B. mehr als 35 T nach Österreich an Privatpersonen versendet, wird dort für Umsatzsteuerzwecke registrierungspflichtig (3c UStG). Die Lieferschwellen sind für alle Mitgliedstaaten unterschiedlich. Wer die Grenze ignoriert begeht dann z.B. in Österreich Steuerhinterziehung. Die Aufarbeitungen sind auch Zielsetzungen auf EU-Ebene. Top-Thema, da reichlich Mehreinnahmen für unsere Nachbarstaaten. Infoquellen sind immer mehr geprüfte Spediteure, Versanddienstleister. Das läuft dann über Kontrollverfahren, USt-Sonderprüfung und anschließendem Verfahren im bisher missachteten EU-Mitgliedstaat. Gerade die Onlineversandhäuser werden reihenweise aufschrecken (mangels Liquidität umkippen), weil sie gar nicht verstehen, dass sie schon seit Jahren Steuerhinterziehung in anderen EU-Mitgliedstaaten begehen. Und die Aufarbeitung geht dann sehr fix.
Riesen Thema. Was sind schon 35 TEUR im Kalenderjahr? Richtig, ein Fliegenschiss. Eigentlich nix Neues. Guter Rat hat nur seinen Preis.
Herzlichst,
Ashitaka
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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
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