Ähnlich, aber nicht identisch

TurnAround, Montag, 09.11.2015, 21:59 (vor 3740 Tagen) @ Kaladhor6310 Views

Servus Kaladhor,

Vielleicht sollte man sich mal mehr mit Menschen unterhalten, die die Wende
im Osten hautnah miterlebt haben, und auch die unmittelbare Zeit davor. Ich
gehe fest davon aus, dass es da auch sehr große Diskrepanzen zwischen
offizieller Lesart und dem persönlichen Empfinden im Alltag gab.

Ja, die Diskrepanzen gab es schon lange vor dem Ende der DDR. Die Massenmedien waren gleichgeschaltet auf Parteilinie. Eine Art Märchenpropaganda, die von der Masse kaum angeschaut, angehört oder gelesen wurde. Ich selbst bin seit 1980 im Aussendienst (damals Montage). Das dabei Gesehene und Erlebte in unterschiedlichen Orten und unterschiedlichen Betrieben stimmte mit der Berichterstattung der damaligen MSM nicht überein. Ausser den Pateigenossen (und den Dresdnern = Tal der Ahnungslosen wegen geographisch schlecht möglichem Empfang des Westfernsehens) sah, hörte oder las kaum jemand der Nicht-Parteimitglieder die offensichtliche Märchenpropaganda. Alternativ schaute die Masse Westfernsehen, zumindest in den von mir bewusst erlebten 80er Jahren.

Wohin das geführt hat, haben wir ja alle erlebt.

Wie kann es Umfragen geben, die eine Zustimmung von 70 % und mehr für
Merkels Politik auszeichnen, wenn man sich dann aber mit Leuten unterhält,
hört man nur Gegenteiliges. Rein von der Wahrscheinlichkeit her müsste
man doch zumindest hin und wieder mal jemanden treffen, der mit diesen
"Umfragen" übereinstimmt....aber nichts, nicht einen findet man im
"normalen" Volk, der diese Politik für sinnvoll hält.

War in der DDR auch so. Ossi-Feeling[[freude]]. Deja Vu.
Die jeweiligen Hintergründe für die von der Wirklichkeit erheblich abweichenden Berichterstattungen sind bis auf die Hörigkeit gegenüber der jeweiligen Besatzungsmacht systembedingt völlig anders.

Gruß,
Kaladhor

Gruß
TurnAround

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