Vom Süden lernen
Als ich jung war, fuhren wir ab und zu in das Mini-Häuschen der Familie
eines Boyfriends nach Italien. Wenn man dieses winzige Haus verließ, war
vorher immer eine regelrechte Sicherheitsprozedur erforderlich.
Dazu auch meine Überlegung, die ich schon mal angepostet hatte: Nachdem glücklicherweise in den letzten 20 Jahren einmal nur eingebrochen wurde und eine Handkasse mit ca. 300 Euro mitging, sonst ausser einem Fenster-Nicht-Sicherheitsbeschlag, der leicht reparabel war, nichts zu Schaden kam, hatte ich mich mit der Problematik beschäftigt.
Wie schon erwähnt, wenn man in Spanien oder Italien in Vorortwohnsiedlungen kommt, so haben die Häuser 2 m hohe Mauern oder Metallzäune und vergitterte Erdgeschossfenster. Die Deutschen verlassen sich auf teure (fragwürdige) Fensterbeschläge und jaulende Alarmanlagen.
Eine junge Türkin, die bei einem Sicherheitsdienst arbeitet, fragte mich ernsthaft "Ist es in Deutschl. verboten, Fenster zu vergittern".
Ich halte die südeuropäische Methode der mechanischen Sicherung, genauer "Einbruchserschwerung", für die Bessere und ich wette, spätestens, wenn unser Bereicherer einen grossen Anteil der Vororte besiedeln, wird sich das durchgesetzt haben.
Natürlich plappert jeder Kripo-Dozent von teuren Terrassentürbeschlägen und Fenstersicherungen. Dabei kenne ich etliche Fälle, wo - selbst in gut bewohnten Dörfern - schlicht die Terrassentüren eingeschlagen und die Wohnung ausgeräumt wurde.
mfg