Das sind die falschen Fragen,
werter Udo,
denn wenn ein Staat stirbt, dann ist Sorge zu tragen, dass ein äquivalentes Nachfolgemodell an seine Stelle tritt. Mit punktuellen Lösungen kommt man nicht weiter (Selbsthilfegruppe Bürgerwehr, Selbsthilfegruppe Kläranlage, Selbsthilfegruppe Schlaglöcher, Selbsthilfegruppe Unterbringung von Migranten etc.).
Warum nicht gleich eine neue Staatsorganisation aufbauen, die dann die einzelnen Teilaufgaben strukturiert entwickelt? Es wird in den nächsten Jahren sukzessive alles aus dem Ruder laufen und die "Staatstätigkeit" zum Erliegen kommen. Deswegen sollte das, was angepackt wird, in dem Bewußtsein durchgeführt werden, dass es um den Neuaufbau eines Staates bzw. um ein neues Modell von Gemeinschaft geht. Man sollte nicht an den Symptomen kurieren und reparieren sondern ein neues Haus bauen.
Das hat natürlich nach guten Regeln zu geschehen. Man kann nach meinem Dafürhalten die dazu bereits vorhandenen und gebräuchlichen Regeln vollumfänglich nutzen, denn sie sind ihrer Anlage und Handhabbarkeit nach absolut ausreichend (GG, Parteiengesetz, Wahlrecht).
Um es kurz zu sagen: nicht Bürgerwehren sondern eine neue politische Bewegung. Sie muss so attraktiv sein, dass eine Mehrheit sich ihr anschließen kann. Und im Rahmen einer solchen Bewegung lassen sich dann die Problemstellungen, die Dich aktuell beschäftigen, viel eleganter und effektiver lösen.
Es ist hiermit zum dritten Male, dass ich Dir diesen Vorschlag mache? Warum verstehst Du ihn nicht?
MfG,
Weiner