Keile für das Dieselauto

paranoia, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 16.10.2015, 18:11 (vor 3756 Tagen) @ Otto Lidenbrock2569 Views

Hallo Otto Lidenbrock,

der Diesel wird so verteufelt, weil Vielfahrer mit ihm erfolgreich ihre Mineralöl- und Mehrwertsteuerabgaben mindern können.

Vater Staat kompensiert diesen Schaden, indem er zyklisch mit administrativen Maßnahmen den Dieselfahrer zum Neukauf nötigt.
Zu den Folterinstrumenten gehört die nominale (nicht effektive, siehe VW!) Verschärfung der Abgasbestimmungen, die die Altfahrzeuge nicht einhalten können in Verbindung mit der Einrichtung von Umweltzonen.

Des Weiteren sind die Mengenrelationen der erzeugten Produkte in den Raffinerien wohl festgelegt, so dass eine Zunahme des Dieselanteils im Flottenverbrauch der Republik den Import von Dieselkraftstoff erzwingt.
Auf der anderen Seite muss dann überschüssiges Benzin exportiert werden.
Hier kann ich aber den Schaden nicht nachvollziehen.

Weitere Verbrauchseinsparungen beim Diesel lassen sich nur mit noch feinerer Vernebelung des Diesel durch die Einspritzdüsen mittels noch höhere Drücke realisieren.
Ich vermute, dass die Firma Bosch, die schon 1988 für mein Auto das mittlerweile veraltete Benzineinspritzsystem L-Jetronic herstellte, hierbei führend ist.
Mit der Dämonisierung effizienter deutscher Technik kann man sich eben auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Es gibt übrigens ein interessantes Buch über die TDI-Technik aus VW-nahen Kreisen für Technikinteressierte.

Ich staune, wie es dem Gesetzgeber gelingt, die relative Gefährlichkeit der Abgaszusammensetzung des Diesel im Vergleich zum Benziner zu bewerten.

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.


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