Welcher Dreck ist relevant?!

valuereiter, Freitag, 16.10.2015, 16:27 (vor 3757 Tagen) @ Otto Lidenbrock2491 Views

... Dieselmotor ... hatte ... sich mit der
Einführung von Turboaufladung und Direkteinspritzung über die Jahre zu
einem enorm leistungsstarken und verbrauchsgünstigen Motor entwickelt,
... Oxidationskatalysator und Partikelfilter sorgen zudem
dafür, dass der Schadstoffausstoß reduziert wird.

Es wird so getan, als ob Benziner "sauberes Abgas" produzierten (quasi
Atemluft), der Dieselmotor dagegen "dreckiges Abgas" mit
gesundheitsschädlicher Wirkung.

Schaut man sich die gesetzlichen Abgasgrenzwerte (z.B. Euro 5) an, kann
man feststellen, dass der Dieselmotor zwar 3x mehr Stickoxide ausstoßen
darf, als ein Benziner, dieser dafür aber 2x mehr Kohlenmonoxid und 2x
mehr flüchtige Kohlenwasserstoffe. Kohlenmonoxid ist ein tödliches Gas
und flüchtige Kohlenwasserstoffe krebserregend. In der Summe darf ein
Benziner von diesen drei Schadstoffen 1,16 g/km emittieren, der Diesel nur
0,73. Zudem produzieren die modernen direkteinspritzenden Benziner jede
Menge Rußpartikel, die augenblicklich durch keinen Filter reduziert
werden.

hier
http://www.wissenschaft.de/archiv/-/journal_content/56/12054/1627850/Dieselru%C3%9F-%E2...

das zentrale Ergebnis ... Studie, die am 5. August 1999 ...
der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
...

Frage 2 Sind immer lungengängigere Feinststäube in unserer Atemluft?

Eindeutig ja", sagt Prof. Heinz-Erich Wichmann. Er leitet das Institut
für Epidemiologie im GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit,
einer Großforschungseinrichtung des Bundes ...
...: Vom Winter 1991/1992 bis 1998/1999 hat in der Erfurter Luft die
Masse an Fein- und Feinststäuben abgenommen. "Wir haben aber
zusätzlich - separat nach einzelnen Größenklassen - jeweils die
Anzahl der Partikel ermittelt", erläutert Wichmann.
"Da fanden wir: Die Anzahl der Partikel ist etwa gleichgeblieben - rund
20000 pro Kubikzentimeter. Aber noch eindrücklicher war: Der Anteil der
Ultrafeinststäube zwischen 0,01 und 0,03 Mikrometer - die am extremsten
lungengängig sind - hat seit 1991/ 1992 von damals 46 Prozent auf
heute 72 Prozent zugenommen." Wichmann zieht den Schluß: "Offenbar
löst die herkömmliche Motor- und Abgasbehandlungstechnik das Problem
der Feinststäube nicht. Ich fürchte, daß die Autoindustrie, nach
Vorgabe der EU-Abgasnormen, möglicherweise das Falsche optimiert."

Also:

Problem - für unsere Lungen - ist die ANZAHL der Nano-Rußpartikelchen ...

... während die Abgasreinigung - getrieben von den gesetzlichen Grenzwerten - deren Masse (i.S. von 0,xy g/kg) reduziert. Und massenmäßig haut der gesundheitlich wenig schädliche "Grobruß", also die schwarze Wolke aus alten Dieselautos, voll rein - während der Feinststaub buchstäblich kaum ins Gewicht fällt!


PS:
CO ist doch m.E. nur bei akuter Überdosis letal, richtet aber bei akkumulierter Kleinstdosis keine chronischen Schäden an?


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