Geld wird nicht aus dem Nichts, sondern aus dem Pfand geschöpft

BerndBorchert, Freitag, 25.09.2015, 20:12 (vor 3776 Tagen) @ Ortelius1297 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 25.09.2015, 20:23

Der Artikel ist einerseits gut gemacht. Der empirische Beweis zeigt tatsächlich, dass die 1. und 2. Theorie falsch sind. Gut gemacht ist auch das mit den 3 entsprechenden Buchungssätzen.

Aber für die 3. Theorie muss man genauer sein. Der Punkt ist, dass das Geld nicht einfach so "aus dem Nichts" geschaffen wird, sondern auf Basis eines Pfands (zusammen mit der Kreditwürdigkeit, d.h. der Fähigkeit der Rückzahlung). Das Pfand muss dabei nichts Physisches sein wie eine Immobilie, sondern kann auch die zukünftige Arbeitskraft des Kreditnehmers sein, oder beim Staat als Kreditnehmer dessen Recht, Steuern einnehmen zu können.

Genauer müsste es man so beschreiben: Das Geld wird aus dem Pfand geschöpft. Und zwar von Bank und Kreditnehmer gemeinsam (ich würde sogar fast sagen: das Geld wird vom Kreditnehmer geschöpft, die Bank ist nur die Prüfstelle ...)

Oder so ausgedrückt: Das Pfand wird liquide gemacht, d.h. zu Geld.

Deshalb ist die Kreditgeldschöpfung nicht nur eine rein buchhalterische Angelegenheit. Sondern bei der Kreditvergabe (=Geldschöpfung) werden die Realität (das Pfand) und das geschöpfte Buchgeld miteinander verbunden.

Bernd Borchert


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