Methanemmission

Limno, Dienstag, 15.09.2015, 21:58 (vor 3783 Tagen) @ helmut-11642 Views

Guten Abend Helmut,

Find ich ausgesprochen gut, dass sich hier einige Experten ansiedeln, - und
auch zu erkennen geben, wo vom Wissensgebiet her ihre Stärke liegt.

Danke, ich werde versuchen bei evtl. Fragen an mich auch ausreichend zu antworten. Dauert nur vielleicht mal etwas länger als bei anderen hier.

Mag ja auch durchaus sein, dass der eine oder andere spezielle Fachfragen
hat, wo man auf unbürokratische Art weiterhelfen kann. Sollte es nicht
gerade im allgemeinen Interesse sein, kann man es ja auch direkt aufs Mail
schreiben.

Zwei Beine: Das eine auf Garten- und Landschaftsbau einschl. Tiefbau,
wobei auch die rein gärtnerische Seite voll abgedeckt ist (knapp 50 Jahre
Erfahrung), das andere Bein auf Bauüberwachung und Bauleitung sowie
Qualitätskontrolle bei Industriebauten (z.B. Produktionshallen, etc.)mit
knapp 10 Jahren Erfahrung.

Dann sind wir ja gar nicht sooo weit auseinander, manchmal fühle ich mich auch als Freilandgärtner <img src=" />.


Frage an den Biologen: hab da gestern - oder zumindest erst kürzlich -
irgendeinen Beitrag mitgekriegt, den ich vom Sender her gar nicht zuordnen
kann (evtl. ZDF Neo oder sowas). Kam irgendwann in der Nacht, - der TV
lief, und im Halbschlaf hab ichs registriert.

Thema war der "Weltuntergang" vor 250 Mio Jahren. So was ähnliches habe
ich in einem älteren Beitrag der Süddeutschen gefunden, - unter:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/massensterben-wieso-vor-millionen-jahren-der-tod-kam-...

Dabei wurde die Gefahr angesprochen, dass durch die CO²-bedingte
Klimaerwärmung die Gefahr besteht, dass die in großer Meerestiefe
befindlichen Metanhydrate, die durch Vereisung gewissermaßen konserviert
sind, aufzutauen beginnen und sich in die Atmosphäre begeben. Dadurch
würde es - wie vor 250 Mio Jahren - wieder zu einer Vernichtung des Lebens
kommen (können).

Schwarzmalerei - oder ist da was dran? Hab im Net kaum was gefunden,
allenfalls einen älteren Spiegelbeitrag:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/gefaehrliches-methanhydrat-klimakiller-loest-s...

Besten Gruß - Helmut


Also ich versuche es mal kurz zu machen.
Das Methan aus den Permafrostböden zunehmend ausgast ist soweit bekannt, auch dass dies als Treibhausgas wirkt.
Ob da aber jetzt aus den Weltmeeren auf einmal jetzt soviel zusätzlich kommt, möchte ich bezweifeln, also ich mache mir da auf jeden Fall keine sooo ernsthaften Sorgen, dass es auf einmal deswegen zu einem großen Sterben auf der Erde kommt.
Das Problem von aus dem Wasser austretenden Gasen besteht vor allem dann, wenn tiefe Wasserschichten auf einmal an die Oberfläche kommen und "ausgasen", d. h. dass sich das aufgrund der großen Wassertiefe (und damit hohem Druck) in großem Volumen im Wasser gelöste Gas nun aufgrund der geringeren Löslichkeit der Gase bei geringerem Druck (durch geringere Wassertiefe) schnell ausgast. Da gibt es schlimme Beispiele von z.B. Vulkanseen, wo CO2 in großen Mengen ausgetreten ist und tatsächlich tausende Tiere und Menschen starben.
Man darf auch nicht vergessen, dass in der Erdgeschichte die Bedingungen einmal ganz anders waren, und Sauerstoff eigentlich mal das erste "Umweltgift" auf der Erde war, woran sich die Primärproduzenten erst einmal anpassen mussten. Die Weltmeere waren lange Zeit auch nur in den oberen Wasserschichten mit Sauerstoff versorgt...Ich wäre daher immer sehr vorsichtig, aufgrund von Vorgängen die vor laaaaanger Zeit passiert sind, jetzt auf einmal Untergangsstimmung zu kriegen. Da sorgt der Mensch gerade für viele Dinge, die ich für weitaus brenzliger halte.

So, ich hoffe ich konnte die "Angst" ein wenig nehmen.

Einen schönen Abend
Limno


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