Centao und Bernadette
Versteh nicht, warum Ihr Euch in derartigem Geplänkel verliert. Ausgangspunkt war die Frage, wie die Überfahrten finanziert werden. Ich weiß es genausowenig wie Ihr. Aber ich versuche, zusammen mit meinen Beobachtungen meinen klaren Hausverstand einzusetzen.
Was meine ich damit:
Die Länder, wo die Schwarzafrikaner herkommen, sind in wirtschaftlicher Hinsicht unterschiedlich. Manche ärmer, manche reicher. Diejenigen, die da rüberschippern, sind keine Ölmagnaten oder sonst was, - die sind arm und wollen einfach nur eine bessere wirtschaftliche Ausgangslage, - einfach besser leben. Die allerwenigsten von denen sind verfolgt.
So. Jetzt stellen wir uns mal vor, da hat jemand von denen, die täglich auf den Straßen rumlungern und keine Arbeit haben (weil sie keine kriegen oder keine Lust darauf haben) plötzlich 10.000 €, - die man so für die Überfahrt braucht. Meint Ihr, der ist dann so bescheuert, das Geld in eine äußerst zweifelhafte Überfahrt zu stecken? Meint Ihr, die wissen nicht, was da in Richtung Lampedusa abgeht? Wir schreiben nicht mehr 1800, wo man in Afrika die Nachrichten noch getrommelt hat. Fast jeder von den Kerlen hat doch sein Smartphone bei sich.
Weiter. Was macht ein Zigeuner bei uns, der eine größere Summe - wie auch immer - in der Hand hat. Nach Deutschland gehen und Asyl beantragen, oder Sozialhilfe? Den Teufel wird er. Dr nimmt das Geld und geht nach Frankfurt auf den Automarkt, kauft dort preiswert ein und verkauft das Vehikel mit doppeltem Gewinn in RO. Meint Ihr, der Bimbo macht es anders? (Tschuldigung, ist nicht als Schimpfwort gemeint, - ist einfach nur kürzer).
Ich hab die Kerle in der Pfalz gesehen, wo sie - ganz legal mit Geschäftsvisum rüberkommend, bei verschiedenen Recyclingfirmen vorsprechen, die abgelieferten alten Kühlschränke und sonstiges Haushaltsgerät für ´nen Appel und das Ei abkaufen und in Überseecontainer verfrachten. Eine Zeitlang haben sie auch die alten Rundschnauzer - Merzedes LKW gekauft, weil die für die Gebiete dort unten bestens geeignet sind.
Könnte noch mehr Artikel aufzählen, die von denen gesucht waren. Das waren übrigens keine Krawattenträger in weißen Hemden und Maßschuhen, sondern einfache Schwarzafrikaner, - so wie man sie kennt. Also ist für mich klar, dass diejenigen, die da ins Boot steigen niemals die Kohle dafür haben.
Dann stellt sich die Frage, wer das dann finanziert. Vielleicht der Nachbar von dem Bimbo, - obwohl der rechnen muß, dass der "Kreditnehmer" evtl. im Mittelmeer absäuft? Alles Quatsch. Das sind Organisationen, denen es nicht auf jeden Dollar ankommt, - die den Erfolg in der Masse sehen.
Dann braucht man nur mehr nach dem "Cui bono" zu fragen, - und man kommt schnell zu Uncle Sam. Oder meint jemand, Putin würde sowas finanzieren? Es MUSS finanziert sein, anders geht es nicht. Und da schränken sich die Möglichkeiten - hinsichtlich der Menge der Bootspeople - drastisch ein.
Aber es kommt raus, - verlaßt Euch drauf. Dauer nur noch etwas. Aber es ist nicht das Ausschlaggebende, - es geht um mehr, - es geht um das Endziel. Da ist der Hinweis von Bernadette auf die Wirtschaftsnachrichten schon angebracht.