Zum kontinuierlichen System, Aufwand, kulturell bedingtem Ekel

CalBaer, Freitag, 31.07.2015, 23:54 (vor 3828 Tagen) @ CrisisMaven5840 Views

Damit bezog ich mich auf die Kompostierungsanlage, also oben rein und unten raus, nicht auf die Trockentoilette.

Aber in den diskontinuierlichen,
a) mit dem von Dir beschriebenen Eimer sieht das so aus:
2) der Eimer schwappt und wird zu schwer

Da schwappt nichts. Es wird immer ausreichend organisches Material dazugegeben, die alle Fluessigkeit aufsaugt. Es wird zu einer etwas feuchten Masse, die aber kaum klumpt. Wenn man kompostierbare Tueten in den Eimern verwendet, bleibt das Leeren auch noch eine sehr hygenische, geruchsfreie Angelegenheit.

Und das Gewicht haengt immer von der Groesse ab.

3) oder die Benutzer muessen den viel oefter ausleeren, als den
Muelleimer.

Ja schon. So ein Eimer ist bei uns (2 Erw., 3 Kinder) immer nach ca. 3 Tagen voll. Der Betrieb erfordert natuerlich mehr koerperlichen Einsatz. Es ist letztendlich genauso wie beim Atomstrom, das Wasserkloset ist zwar bequem zu benutzen und billig, nachfolgende Generationen bezahlen es aber teuer.

Ja, das ist halt ein diskontinuierliches System. Das stoesst auf wenig
Gegenliebe, insbesondere bei Frauen. In unserer Kultur sind Faekalien
wesentlich staerker mit Tabu und Schamgefuehl belegt als der Hausmuell.

Ja leider, die "Kot-Phobie" in unserer Kultur sind das groesste Hindernis. Deswegen hat entsprechendes Vokabular auch immer abschaetzige Bedeutung im allgemeinen Sprachgebrauch. In China dagegen gilt menschlicher Kot traditionell als Wertstoff, eine "Kot-Phobie" ist kulturell nicht vorhanden. Wenn man dort jemand als "Scheisskopf" o.ae. bezeichnet, ist das keine Beleidigung.

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