"Cash bar auf dem Konto" waere wie eine Murmel unter jedem Huetchen

CalBaer, Dienstag, 30.06.2015, 16:39 (vor 3856 Tagen) @ Beo22484 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 30.06.2015, 17:32

Falls die Banken nur noch wenig und rationiert Euro-Bargeld auszahlen
werden, bleibt den Kunden immerhin ihr Giralgeld auf dem Konto.

Giralgeld ist seitens des Kunden eine Forderung auf Bargeld, seitens der Bank ist es eine Verbindlichkeit gegenueber dem Kunden. Die Bank muss diese Forderung umgehend erfuellen, wenn der Kunde dies verlangt.

Wenn die Bank es nicht mehr auszahlen kann (weil es viel weniger Murmeln als Huetchen gibt, das ist nun mal die Natur unseres Geldsystems), verletzt die Bank ihre vertraglichen Pflichten, sie ist pleite. Das kann man natuerlich aufschieben, indem der Staat die Banken einfach schliessen laesst. Somit koennen Kunden ihre Ansprueche nicht geltend machen. Aber irgendwann werden sie sie dem Nachdruck verleihen, notfalls mit Stricken (oft genug passiert).

Damit sind
sie weiterhin (bargeldlos) zahlungsfähig.

Du bist NICHT ZAHLUNGSFAEHIG, wenn die Bank Dir Deine Forderung nicht erfuellt.

Es entsteht möglicherweise auch
ein Schwarz- oder Legalmarkt "Bargeld gegen Giralgeld", mit einem
inoffiziellen Wechselkurs.

Saeumige Forderungen werden immer mit Abschlag gehandelt. Z.B. konntest Du saeumige argentinische Staatsanleihen fuer einen Bruchteil des Nennwerts kaufen.

Giralgeld wird aber wertlos, wenn es keiner will. Zahlungsanweisungen wird wohl nur noch der griechische Staat akzeptieren, Private pochen in dieser Situation nur noch auf Bares.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
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