Krebsgewebe hegen und pflegen?
Lieber Beo2,
ich kann Deine Argumentation aus Deiner Perspektive sehr gut verstehen.
Ich kann aber Deine Position nicht verstehen "Staat als Dienstleister, Partner, Problemlöser, Übervater, schützenswerter Regulierer menschlichen Interagierens".
Das wurde doch immer und immer wieder hier dargelegt, dass ein Staatsapparat historisch gewachsen als Bewirtschaftungsinstrument einer unterworfenen Menschengruppe durch die Unterwerfer diesen seinen Kern für immer behält und deshalb abgeschafft gehört, wenn man mehr Menschlichkeit und Natürlichkeit haben möchte als z.Z..
Wer das nicht möchte sollte sich in der Tat um das Wohlergehen seines Staatsapparates bemühen um die Vorzüge der Beteiligung an der sogenannten sozialen Marktwirtschaft in BRD auf Kosten der stellvertretend durch unsere Wirtschafts-, Geschäfts- und Regierungspartner weltweit auf unvorstellbare Weise gequälten Lebewesen zu genießen.
Das muss jeder für sich selbst entscheiden - ich habe nicht das Recht, Dir Deinen Wunsch nach Wohlstand auf Kosten Dritter vorzuwerfen.
Hier hast Du noch einmal kurz den Spiegel für den Realitätscheck, wie gut sich Dein Staat um Dich und die Deinen sorgt, wenn Du Dich gut um ihn kümmerst:
„Regiert sein heißt, unter polizeilicher Überwachung stehen, inspiziert,
spioniert, dirigiert, mit Gesetzen überschüttet, reglementiert,
eingepfercht, belehrt, bepredigt, kontrolliert, eingeschätzt,
abgeschätzt, zensiert, durch Leute kommandiert zu werden, die weder das
Recht, noch das Wissen, noch die Tugend dazu haben…
Regiert sein heißt, bei jeder Handlung, bei jedem Geschäft, bei jeder
Bewegung versteuert, patentiert, notiert, registriert, erfaßt, taxiert,
gestempelt, vermessen, bewertet, lizenziert, autorisiert, befürwortet,
ermahnt, behindert, reformiert, ausgerichtet, bestraft zu werden.
Es heißt, unter dem Vorwand der öffentlichen Nützlichkeit und im Namen des
Allgemeininteresses ausgenutzt, verwaltet, geprellt, ausgebeutet,
monopolisiert, hintergangen, ausgepreßt, getäuscht, bestohlen zu werden
und schließlich bei dem geringsten Widerstand, beim ersten Wort der
Klage unterdrückt, bestraft, heruntergemacht, beleidigt, verfolgt,
mißhandelt, zu Boden geschlagen, entwaffnet, geknebelt, eingesperrt,
füsiliert, beschossen, verurteilt, verdammt, deportiert, geopfert,
verkauft, verraten und obendrein verhöhnt, gehänselt, beschimpft und
entehrt zu werden.
Das ist die Regierung, das ist ihre Gerechtigkeit, das ist ihre Moral.
Pierre Joseph Proudhon vor ca. 150 Jahren (1809-1865)
"Das Gerede von"sozialer Gerechtigkeit" indes ist nicht aufzuhalten. Es ist beim Publikum beliebt, obwohl wirkliche Gerechtigkeit großes Wehgeheul auslösen würde. Gerechtigkeit heißt nämlich nicht, daß jeder erhält, was er will, sondern daß er bekommt, was er verdient, daß Gleiches gleich und Ungleiches ungleich behandelt wird.
Vertrauen ist in Fragen politischer Macht ruinös. Es ist ein Kredit ohne jede Chance auf Rückzahlung...
Im Politischen ist Vertrauen pure Torheit. Eine Gegenleistung ist nicht zu erwarten. Man müßte alle Einsichten in die Geschichte politischer Herrschaft verleugnen, wollte man einer Machtelite Kredit einräumen, die es sich zur Berufsaufgabe gemacht hat, über das Schicksal ihrer Zeitgenossen zu bestimmen und sie dafür auch noch zahlen zu lassen.
Dabei liegt es nicht am guten Willen oder dem Fleiß einzelner Personen. Der durchschnittliche Volksvertreter bemüht sich um das, was er für die Interessen seiner Wähler hält. Von seiner Aufrichtigkeit ist er zutiefst überzeugt. Es verhält sich hier wie bei allen selbsternannten Wortführern. Sie meinen für alle, für das Volk, die Nation, das Gemeinwesen zu sprechen, aber sie sprechen zuletzt nur für sich selbst."
Sofsky
Das hat nichts damit zu tun, dass ich viele Deiner Postings gerne lese.
Schönen Sonntag noch.
Liebe Grüße
Silke
PS.
Ich habe Bekannte in GR - man ist sehr vernetzt
... darunter verstehe ich (an dieser Stelle) Vetternwirtschaft und
Korruption.
Nein bei denen ist es das Gegenteil...
richtig harte unternehmerische Arbeit ohne Subventionen und Postenschacherei und dementsprechend ohne Reichtum.