Prophezeiungen vs. Optionen ..
Hallöchen Silke!
„Alle Staaten werden für alle Staaten, alle Notenbanken für alle Notenbanken haften, einschließlich Währungsfonds und Weltbank und vielen anderen internationalen Institutionen. Und alle Staaten werden für alle Banken geradestehen, aber auch alle Notenbanken für alle Staaten und alle Staaten für alle Notenbanken. Alle, alle, alle werden für alle, alle, alle da sein. Und alle wissen, dass keinem von allen etwas passieren darf, weil dann allen etwas zustößt.†PCM, “Der Kapitalismus – ein System, das funktioniertâ€, S. 76)
In einer wissen'schaftlichen bzw. lösungsorientierten Diskussion gelten Prophezeiungen nicht als Argument, sondern lediglich als Illustration einer möglicher Entwicklung. In der Realität gibt es immer mehrere Optionen (Alternativen).
Alles drum herum ist Geplänkel, Gelaber, Gelüge, Geglaube, Gedrohe, Geraube und Gemorde -> das Rangeln um die Berechtigungen für die Sitzplätze in den mit Planen verdeckten Beibooten unserer Titanic II.
Die Passagiere, die in der Vergangenheit schon mal unter die Planen gelinst haben wissen - da sind keine Beiboote, nur verbriefte Forderungen auf Sitzplätze in solchen Booten „im Allgemeinen“ (die echten Beiboote wurden als Pfänder hinterlegt oder gab die es nie).
Dann müssen die Beiboote ja irgendwo am Board sein, so z.B. der Grund & Boden (mit allem drin und drauf), die Produktionsanlagen etc.. Dies ist und bleibt verfügbar, solange es keinen großen Krieg gibt.
Dann sind diese Passagiere je nach eigenen Präferenzen in Richtung Küche, Bar, Tanzsaal, Kapelle, Motorraum, Sonnendeck, Kabinen und zum Eisberg geschlendert oder schauen sich verstohlen nach geeigneten Waffen, Kumpanen und Beibootbehelfen um, hierbei beobachtend, wie viele potentielle Gegner gleiche Blicke schweifen lassen und wie man sich ihrer zu gegebener Stunde entledigen könnte, oder noch besser - für Geld oder irgend ein anderes Versprechen oder eine Lüge sich ihrer von Willigen entledigen lassen könnte.
... eine interessante Beschreibung, von Dir selbst. Die Passagiere offenen Geistes aufzuklären, positiv zu organisieren sowie Lösungen zu entwickeln, kommt Dir erst gar nicht in den Sinn.
Also nix Grexit und nix Drachme - Solidarbeitrag oder Zwanganleihen oder VMELA (Verry nmuch Emergency Liquidity Assistance) oder sonstwas aus den EU-Kassen und gut wird es - bis zum Ende. Resultat: Umbuchen auf CpD von EU.
ELA ist für die systemrelevanten europäischen Großbanken gedacht, nicht für den Staat.
Ich rate den Griechen selbstverständlich zum Ausstieg aus der Eurozone. Jetzt! .. bevor es zu spät ist. Jetzt ist die Gelegenheit dazu. Deshalb mein Posting.
PS. Wenn Du partout einen Grexit probieren willst (z.B. zur Abschreckung für die anderen EU-Mitglieder, die weniger draufgängerisch agieren) sollte das Element der Vorfinanzierung der Umstellung
Das ist nichts Dramatisches, wie ich zeigen wollte .. nur etwas bedrucktes Papier. Dafür darf sich der Staat direkt bei seiner Notenbank (zinslos) etwas höher verschulden. Im Moment sind es ca. 175% des BIP (120% war falsch von mir). Japan liegt schon irgendwo bei 240% und existiert immer noch:
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/167463/umfrage/staatsverschuldung-von-gri...
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/152666/umfrage/staatsverschuldung-japans-...
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157855/umfrage/laender-mit-der-hoechsten-...
und das Element der externen Nachschuldnerstellung (open end) noch eingearbeitet werden,
Griechenland kann seine Zahlungsunfähigkeit erklären, ohne gepfändet zu werden. Dazu reicht ein Parlamentsbeschluss. Dann muss es zumindest teilweisen Schuldenschnitt geben oder einen bedingungslosen (zinslosen) Tilgungsaufschub. Eventuell kann GR etwas Gold oder Devisenreserve locker machen.
Gläubiger gehen öfters leer aus und müssen ihre Forderungen als uneinbringlich abschreiben .. ein ganz normaler Vorgang in einer Marktwirtschaft. Oder haben wir keine?
Sollte die EU den Griechen zu dummdreist kommen, könnte es auch einen Austritt aus der EU geben. Es gäbe da bestimmt Alternativen (wie immer). Es ist doch eine Frage der Selbstachtung (Ehre), sich nicht erpressen zu lassen, koste es, was es wolle.
da GR seinen Wirtschaftspartnern nichts zu bieten hat, das als Waren in ausreichendem Maße auf dem Weltmarkt oder als Sicherheiten für immer weitere Kredite nach immer weiteren Schuldenschnitten an einer nicht wettbewerbsfähige Wirtschaft gegeben werden könnten.
GR könnte durch Abwertung der Drachme die Importe für die Griechen massiv verteuern. DE würde z.B. auf seiner Exportware sitzen bleiben. Dann bekäme die eigene Wirtschaft wieder mehr Markt'räume bzw. Nachfrage, um erst einmal für den Binnenmarkt zu produzieren und sich langsam zu erholen. Für alles gibt es eine gute Lösung.
Mit Gruß, Beo2