Gärung / Vitamin C

Brauer, Mittwoch, 20.05.2015, 13:39 (vor 3895 Tagen) @ WhiteEagle5782 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 20.05.2015, 13:57

Die entstehende Milchsäure fördert in hohem Maße die Metastasierung der
Krebszellen. Die freigesetzte Säure "frisst" sich praktisch ins umliegende
Gewebe ein.

Die ätzende Wirkung ist da nicht ausschlaggebend. Milchsäure hemmt den aeroben Stoffwechsel (auch der umgebenden Gewebe), was einerseits das gesunde Gewebe schwächt und andererseits innerhalb großer Tumoren zu Nekrosen führen kann, falls diese nicht genügend Blutgefäße enthalten.

Das Problem ist, daß unsere Gehirnzellen nur Zucker verarbeiten können
und der Körper alles in Zucker umbaut. Es ist daher nicht möglich die
Krebszellen auszuhungern.

Etwas ausbremsen kann man sie aber. Durch die niedrigeren Insulinspiegel wird die Glykolyse gehemmt, was den Tumorzellen den Stoffwechsel verlangsamt.
Aber klar ist: Man kann die Krebszellen damit nicht komplett aushungern. Denn beipielsweise beziehen die roten Blutkörperchen ihre Energie ebenfalls immer aus der anaeroben Glykolyse. Fände man einen Weg diese komplett zu hemmen, wäre zwar der Krebs (sofern ohne aeroben Stoffwechsel) tot, aber die roten Blutkörperchen ebenfalls. Operation gelungen, Patient tot.
Ist aber bei Chemotherapie meist ein ähnliches Prinzip [[sauer]]

Vitamin-C:
Die Gärung bedingt wie gesagt einen hohen Energiebedarf der Krebszellen.
Dies führt dazu, daß diese Zellen oft anstelle von regulierten
Transportern für Glukose Kanäle bilden.
Durch die Infusion von Vitamin-C kann man dadurch
intrazelluläre Konzentrationen von Vitamin-C erreichen, die für die
Krebszellen tödlich sein können. Gesunde Zellen regulieren die Aufnahme.

Zumal bei einer ketogenen Diät bzw. niedrigem Insulinspiegel die Körperzellen die Anzahl der Glucosetransporter sowieso abgesenkt haben. Vitamin C bewirkt durch die Reduzierung der beim aneroben Stoffwechsel vermehrt freiwerdenden Radikale eine Dämpfung der HIF-1 Ausschüttung. Damit werden die Reaktionen auf anerobe Zustände abgeschwächt. Das wird wohl manchen Sportler abhalten es einzunehmen, veringert es doch den Trainingseffekt und die körpereigene EPO Freisetzung.
Für den Tumor heißt ketogene Diät + Vitamin C etwa:
- weniger neue Blutgefäße, mehr Nekrose
- geringere Stoffwechselrate, dadurch höherer pH Wert
- geringere Schwächung des umgebenden Gewebes
- ein stärkerer Druck durch das Immunsystem (Komplementsystem, Interferone)

Hefe verlangsamt übrigens ihre Gäraktivität ebenfalls, sofern größere Mengen Ascorbinsäure als Antioxidationsmittel zugesetzt werden.
Ab etwa 50-200mg/l wird das deutlich. Auf einen Menschen von 80kg umgerechnet wären das 4-16g Vitamin C bei vollständiger Aufnahme. D.h. es müsste wohl ein Vielfaches davon eingenommen werden. Interessanterweise scheint aber genau im Krankheitsfall (wie Krebs) die Aufnahmefähigkeit für Vitamin C extrem zuzunehmen. Eine Steigerung von 5-10g auf 100-200g wird sicherlich ihre biologische Bedeutung haben.


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