Beobachtung in Nordwestdeutschland

aliter, Freitag, 15.05.2015, 06:21 (vor 3899 Tagen) @ Leser682799 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.05.2015, 18:41

Ich stimme zu, dass - zumindestens gefühlt - das Wetter stärker schwankt, mehr Orkane auftreten etc..
Allerdings vermute ich, dass das eher gefühlt ist, weil definitiv die Medien hysterisierend wirken.

Ein paar Anmerkungen dazu aus Norddeutschland. Schon vor 30, 40 Jahren gab es regelmässig Orkane im Herbst. Schon bei Richard W. heisst es "Winterstürme weichen dem Wonnemond" und ich hatte einer Dame, die sich beklagte, dass Bäume umgestürzt seien, entgegnet, "ja so ist das schon immer, wenn Bäume alt und morsch werden.". Jedenfalls musste ich schon einmal vor zig Jahren mein Carportdach vom anderen Ende des Grundstückes einsammeln, in den letzten Jahren trotz zunehmender "Jahrhundertereignisse" nicht mehr.

Was die Temperaturänderung betrifft, so ist merkwürdigerweise seit einigen Jahren nicht mehr von "global warming", sondern von "clima changing" die Rede. Das ist verständlich, denn Erwärmung kann man objektivieren, "changing" hängt von der Bewertung ab und - wie erwähnt - neigen die (gesteuerten?) Medien zu einer Dramatisierung.

Eine echte Erwärmung könnte man nur mit einem Zeit-Oberflächen-Integral der Temperatur der Erde beweisen, das liegt m.W. nicht vor. Wer die Medien verfolgt hat, weiss, dass bei den Temperaturmessungen "getrickst" wurde.
Die Sommertemperaturen hier im Norden sind definitiv seit ca. 20 Jahren leicht gesunken, dass lässt sich über die Klimakurven z.B. von "Wetteronline" wohl nachweisen.

Vor ca 20 Jahren hatte ich Geld in eine grössere Split-Klimaanlage investiert, weil mehrere Jahre hintereinander hier längere Hitzeperioden auftraten, seit etlichen Jahren wird diese Anlage fast gar nicht mehr eingeschaltet, nur gelegentlich, damit sie nicht festkorrodiert.
Ob die Temperaturen in den Südländer - wie vom Vorposter vermutet - tatsächlich gestiegen sind, müsste man durch die Aufzeichnung bestätigen können. Ich bin seit ca. 20 Jahren regelmässig im November in Teneriffa und bin ziemlich sicher, dass die Temperaturen zu dieser Zeit eher leicht kühler geworden sind. Aber - wie erwähnt - sind das eigene Beobachtungen, denen ich aber inzwischen mehr vertraue, als "offiziösen-professoralen" Erklärungen. Zusammengefasst vermute ich, dass wir uns im Beginn einer leichten Abkühlphase befinden, wobei ich die Behauptung der damit verbunden Zunahme der "Extremen Ereignisse" eher mit Skepsis begegne. Vielleicht haben andere ähnlich oder andere Beobachtungen gemacht.


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