Ohne Fleiß kein Preis, ist ein Scheixx ;- )
Sali KK
Der Ursprung war die Frage: Was will Varoufakis?
Mein Bezug dazu war die aktuelle Schuldenkrise in GR und die Verelendung
erheblicher Teile der Bevölkerung.Meine Aussage, V bietet keine Lösung an, bestätigst Du, seine
Ausführungen zum clearing nennst Du den ersten unabdingbaren Schritt zu
einer Lösung.Meine Frage:
Wenn das V vorschwebende clearing über ein Wochenende eingerichtet werden
könnte, würde das an der gegenwärtigen Situation in Politik, Wirtschaft
und Finanzwirtschaft irgendetwas ändern (bezogen auf GR!)?
Wie schon gesagt: Es würde nichts ändern. Das supranationale, also das globale Clearing Center beträfe nur den internationalen Clearing-Verkehr (C-V) -aka: Zahlungsverkehr- wegen des weltweiten Imports -Exports. Der inländische C-V der griechischen Realwirtschaft liefe (so wie schon) heute separat vom gCC auf einer andern Clearing-Ebene: nämlich der nationalen.
Aber eben, wie bereits erwähnt: Ein gCC, über das auch noch der internationale Handel mit Staatsobli abwickelt würde, das beißt sich, passt nicht zusammen: Die gCC Salden würden durcheinander gebracht, verfälscht. Ob das Yanis Varoufakis(YV) bewusst ist, weiß ich natürlich nicht. Ebenso habe ich nichts gefunden, wie Varoufakis die internen Salden Griechenlands zwischen Banken, Staat und Nichbanken zu handhaben gedenkt. Wenn Du willst, könnte man sagen: Das gCC von YV ist vorläufig nur sein (un)bewusster(?) Vorschlag in Form eines <<trojanisches Pferdes>>, das sich in das gegenwärtige, monetäre Denken einnisten und es zerstören könnte, um „Platz“ für neues Denken zu schaffen. Kurz: Das gCC verbietet mMn implizit den internationalen Handel mit Staats-Oblis und verlangt stattdessen eine andere –nationale- Lösung ohne Staatsoblis, wie hier beschrieben.
Anders gesagt: Varoufakis kann in den heutigen Macht-Konstellationen gar nichts Sinnvolles tun. Er muss notgedrungen wursteln.
Freundlicher Gruß
Liated
PS:
Die Diskussionen bzgl. clearing/netting haben mich damals schon
interessiert, hatte aber wegen fehlendem Basiswissen keine Chance, die
Details nachzuvollziehen.Als Fachfremdem geht es mir auch heute noch nicht wirklich besser.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen: Ohne Fleiß kein Preis;- )
Ernsthafter: Schwierig wäre das Basiswissen eigentlich nicht, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Schwer ist es nur wegen des aufgeschwollenen, verhüllenden Sprach-Geschwurbels im Monetären: aka Fachjargon von Banken, Zentralbanken und Finanz-Ministerien. Hier ein typisches dokumentiertes Bespiel inkl. Screen-Shot wie die EMZ- Website der BuBa die Öffentlichkeit zunehmend (des)informiert und wie die BuBa es besser machen könnte: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=336538.
Das Systemische kann ich nachvollziehen; es ist einleuchtend, vielleicht
tatsächlich unverzichtbar. Da es aber nur mit großen Verwerfungen
realisierbar ist, wird es vielleicht erst bei einem Neustart aufgegriffen
werden.
Vermutlich ja, falls nicht ein Wunder geschieht.