Mr. Varoufakis, die VWL und die EU- bzw. EZB-Politik(er) ..
"Insider berichten aus der Sitzung, dass sich mehrere Minister bei den Ausführungen Varoufakis' die Ohren zuhielten, mit den Augen rollten oder diese lieber gleich ganz schlossen."
(Quelle)
Klar - wenn man die Augen schließt, ist die Realität gleich eine ganz andere. Und wenn man die Ohren schließt, auch - vor allem, wenn unter dem eigenen Hintern bereits eine Bombe tickt.
Das Problem ist ein anderes: Es geht nicht ums Wollen, sondern ums Können.
Das Problem der anderen Finanzminister ist, dass sie in der Sache einfach nicht verstehen können, was ihnen der Varoufakis erzählt. Wen wundert's? Mich nicht. Das sind Juristen, keine Volkswirte.
Hinzu kommt, dass der Varoufakis nicht nur ein äußerst versierter Professor der VWL ist, sondern auch ein anstrengender Schnelldenker und Schnellredner. Aus dem Mann sprudeln nur so Lösungsvorschläge, die völlig neu sind.
Eine der Ursachen für das Unverständnis ist also, dass Varoufakis hyperschnell von recht komplizierten Zusammenhängen redet. Da kommt auch kein Simultandolmetscher inhaltlich korrekt und vollständig mit, geschweige denn ein Jurist aus Deutschland!
Ich bin mir sicher: Die Dolmetscher packen das nicht. Mensch kann auch schwerlich etwas korrekt dolmetschen, was man es selbst überhaupt nicht versteht.
Bedenke doch nur, auf welch erbärmlich-primitivem Denkniveau sich die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftspolitik in der EU bewegt. Oder höre nur, wie die EZB (Mr. Draghi) ihre aberwitzige Geldpolitik begründet. Dümmer geht's nimmer.
Hier sollte V. unbedingt mehr Rücksicht auf seine Gesprächspartner nehmen. Sonst findet er keinerlei "Verstehen".
Mit Gruß, Beo2