Schulden des Staates = Guthaben des Volkes
.. letztere allerdings sehr ungleich verteilt, im Gegensatz zu den ersteren.
Die Privaten haben nun die Guthaben, der Staat die Schulden. Beides wächst steil exponentiell.
Der Staat muss ja nicht nur sich selbst erhalten (Beamte ernähren), sondern auch noch etwas tun (Autobahnen bauen usw.), sonst bräuchte man ihn nicht. (Ob man ihn grundsätzlich braucht ist eine andere Frage.)
Richtig. Die Beamten erstellen staatliche Dienstleistungen für die Bürger und kaufen Leistungen privater Unternehmen zwecks Investitionen in gemeinnützige Infrastruktur ein. Das ist zumindest ihre Aufgabe, wofür sie bezahlt werden.
Wie soll der Staat das machen? Mit Steuern. Und woher kommt das Steuergeld? Wenn nicht durch eigene Verschuldung, dann durch Verschuldung des Volkes. Genau das ist der Fall, wenn gespart wird (Geld = Forderung/Schuld).
Nein, wer spart, zahlt z.B. keine Umsatz- und Verbrauchssteuern etc. und verhindert durch Konsum- und Investitionsverzicht steuerpflichtige Einnahmen/Einkommen bei Anderen (z.B. bei den Schuldnern).
Die Guthaben des Volkes sind also nicht zwangsläufig die Schulden des Staates, es kann sich auch um Schulden des Volkes handeln. Es ist ein Fehlschluss anzunehmen, der Staat habe Schulden, weil das Volk Guthaben hat. Der Staat macht die Schulden selbst und deshalb hat das Volk Guthaben (+ wegen Verschuldung innerhalb des Volkes).
Wenn das Volk weniger sparen würde, bräuchte sich der Staat weniger zu verschulden. Es ist schließlich seine primäre Aufgabe, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Also muss er ständig Liquidität (via die ZB) nachschießen und damit einkaufen gehen. Das erwartet von ihm das Volk, das zugleich widersinnig versessen aufs Geldsparen und aufs Verweigern von Steuerabgaben ist .. ersteres zumeist aus Angst vor Armut im Alter und im Krankheitsfall. Das haben ihm marktliberale Demagogen so eingetrichtert und eingerichtet. Andere sparen, weil sie nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld. Dümmer geht's nimmer.
Mit Gruß, Beo2