Verzwickte Lage in der Tat

mira, Dienstag, 17.03.2015, 18:08 (vor 4006 Tagen) @ politicaleconomy1770 Views

Der "Erbfeind" war mir klar, wobei ich persönlich davon ausgehe, daß die Aussöhnung in den letzten Jahrzehnten soviel Früchte getragen hat, daß eine Wiederbelebung nur sehr schwer wird möglich sein - Friktionen und Irritationen aber schon. Dein Link "Emanuell Todd" führt übrigens nicht zu ihm, sondern zu einem Deiner Postings von heute morgen. Wäre schön, wenn Du ihn nochmals richtig posten könntest, denn er interessiert mich.

Richtung Ausland stellt sich für mich viel eher die Frage Richtung Polen. Die Bruchlinien sind alt und m.E. z.Zt. überkleistert - wir merken nichts davon, wenn man seine Nase nicht zusehr in polnische Innenpolitik steckt. In Polen selbst gibt es ja bereits Stimmen, die monieren, daß man den Amis "einen blase" und sich dabei toll vorkäme (Verhalten in der Ukrainekrise war gemeint), ohne in Rechnung zu stellen, daß man dadurch das Verhältnis zu dem wichtigsten Nachbarn Deutschland auf Dauer ruiniere. Die Aussöhnung mit Polen ist m.E. bei weitem nicht so fortgeschritten wie die mit F. . Vielleicht steckte auch die Befürchtung dahinter, daß bilaterale Verhältnis könne aktiv von Aussen verschlechtert werden, die Walesa vor ein paar Monaten den Vorschlag in die Debatte werfen ließ, Polen und Deutschland sollten sich doch zu einem Staat vereinen. Fand ich damals aus wirtschaftlichen Gründen absurd, vielleicht ist es das ja aber garnicht aus anderer Sicht. Allerdings würde dann aus der äußeren Bruchlinie möglicherweise eine innere.

Nur Gedanken, nichts Ausgereiftes.

Grüße

mira


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