5 Das Umfeld ist peinlich beruehrt - vom Anzeigeerstatter ...

CrisisMaven ⌂, Montag, 23.02.2015, 23:36 (vor 4027 Tagen) @ CrisisMaven7729 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 23.02.2015, 23:40

5      Das Umfeld ist peinlich beruehrt - vom Anzeigeerstatter ...

Die Polizei, die nach ca. einer Viertelstunde erscheint, erfragt vom Gastwirt die Daten zu dem Taeter. Der Wirt kennt ihn ploetzlich doch nicht so gut, nur den Vornamen und die Telefonnummer. Die er aber nicht sofort greifbar hat. Was ich beides fuer eine Schutzbehauptung halte.

Der federfuehrende Beamte (sie sind zu dritt!) laesst ihm seine Visitenkarte da und schaerft ihm ein, er solle ihm auf jeden Fall binnen drei Tagen die Telefonnummer durchgeben, sonst ...

5.1      Wie die Bevoelkerung bei der Ermittlung in Kindesmissbrauchs-Faellen "hilft"

Ca. eine Woche spaeter frage ich den Wirt, ob er der Polizei die Telefonnummer gegeben habe. "Nnnnnnicht gleich. Ich hab' erst bei ihm zuhause angerufen, damit er das selbst regelt. War aber nicht zuhause, nur seine Frau war dran. Hab' ihr dann die Nachricht hinterlassen."

Ja, so hilft man bei Paedophilie-Ermittlungen. Erst bei der Frau anrufen. Die um das Problem ihres Mannes oft schon weiss. Und nun die ganzen Schutzmassnahmen aufruft, die sie sich bereits ausgedacht hat. So, wie die Lebensgefaehrtin von Dutroux.

Das hilft!

5.2      Wie der Durchschnittsbuerger zum Paedophilen-Versteher und Psychologen mutiert ...

Es kam aber noch besser: der Wirt versuchte mir dann "unterzuheben", dass ich doch vielleicht etwas ueberreagiert habe. Vielleicht hatte ich mal in meiner Kindheit einen Schock, den ich nie wirklich verarbeitet habe. Und noch mehr Erklaerungsansaetze, die ich mir erstmal unglaeubig anhoerte.

Ich sagte ihm dann, dass ich mit ihm gerne mal ueber das Problem Paedophilie und dass seine Kneipe evtl. als Anbahnungslokal missbraucht werden koennte, sprechen wollte. Aber mit seiner Frau zusammen, zumal sie minderjaehrige Toechter haetten.

"Ach, das kannst Du mir doch hier [schnell zwischen Tuer und Angel] erzaehlen." Ich: "Nein, dann erzaehle ich halt nichts." - aber ich wollte ihn eigentlich drauf vorbereiten, dass er u.U. Besuch von der Polizei bekommen koenne, je nachdem, wozu die Ermittlungen noch fuehren und was die u.U. bei dem guten Mann auf der Festplatte faenden. Dann endlich ein Gespraech mit beiden – seine Frau haelt sich aber vollkommen im Hintergrund. Ihr ist das ganze ersichtlich noch unangenehmer.

Er: "Aber CM, der Mann ist Kuenstler ..." Ich: "Kennst Du den Enten-Test? 'Wenn es watschelt wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, ist es wahrscheinlich eine Ente! Der Mann hat ein wildfremdes Maedel ueber Monate verfolgt, um in die guenstigste Schuss-Position zu kommen fuer hochqualitative Portrait-Aufnahmen. Dann hat er die entwickelt, die besten ausgewaehlt, aus vermutlich Dutzenden, und wieder Wochen gewartet, bis er meinte, sie sei allein. Diesmal ohne Hund. In der ganzen Zeit muss er die beiden Bilder in dem Umschlag mitgeschleppt haben. Das ist kein Zufall und 'Kuenstler' reicht mir da als Erklaerung nicht. Wenn es watschelt wie eine Ente ..."

"Ach, Du siehst das alles zu eng, zu schwarz ..."

Ich versuche es auf andere Weise: "Schau' mal", sage ich, "Du kennst doch diese Paedophilie-Faelle von katholischen Priestern. Eine Dioezese in USA ist pleite gegangen vor lauter Entschaedigungszahlungen, in Irland und Deutschland gab es Skandale und Ermittlungen. Kannst Du Dir vorstellen, dass das vielleicht was mit dem Zoelibat und dem sexuellen Triebstau zu tun haben koennte, den das mit sich bringt?" Er, widerwillig: "Ja, schon, aber der Kuenstler ist verheiratet."

Ich: "Ich bin ja noch nicht fertig. Kannst Du Dir weiterhin vorstellen, dass 'da draussen' jede Menge Maenner herumlaufen, die, anders als Du, der Du gluecklich verheiratet scheinst, letztlich, mit oder ohne Frau, faktisch zoelibataer leben, d.h. einen ... sexuellen Triebstau haben?" Er: "Weiss nicht, kann sein." (Das waere der erste Gastwirt, der das nicht ganz genau wuesste!) Ich: "Und kannst Du Dir weiterhin vorstellen, dass davon nicht jeder von der Anlage her paedophil ist, dass er aber zu juengeren Maedchen greift, weil er, so wie er aussieht, bei reiferen Frauen chancenlos ist?" Er: "Na, dann wird er doch nicht paedophil."

Ich: "Sag' mal, Du weisst doch, dass im Knast keiner hungern muss, stimmt's? Nur Tabak musst Du selber kaufen. Oder Suessigkeiten. Kannst Du mir erklaeren, warum es im Knast-Shop neben dem Tabak- und dem Suessigkeiten-Regal ein Regal mit Vaseline gibt? Meinst Du, die haben eine Autobatterie und muessen die Kontakte fetten, oder was denkste?" Er, widerwillig: "Was weiss denn ich!" (Auch damit kennen sich langjaehrige Kneipiers mit der Zeit aus.)

Ich: "Na ja, wer mehrere Jahre im Knast lebt, wird, schaetze ich, zu 80% zu homosexuellen Praktiken Zuflucht suchen. Auch wenn er vorher heterosexuell gelebt und das sogar als 'eklig' abgetan hat. Und genauso stelle ich mir das mit aelteren Maennern vor, die ploetzlich jungen Maedels nachsteigen, weil sie andere Frauen nicht kriegen koennen, manche Maedels aber, insbes. aus zerruetteten Familienverhaeltnissen, fuer eine Art Vaterfigur anfaellig sind. Das sind halt Fakten."

Er wieder: "Kann ja alles sein. Aber der ... ist doch Kuenstler." Ich: "Wenn es watschelt wie eine Ente ...".

Das ging eine Weile so im Kreise. Er gab zwar widerwillig zu, dass es "schon seltsam" sei, wenn ein "Kuenstler" Monate hinter einem Maedel her spioniere - aber das sei ja gar nicht bewiesen. Immerhin sagte er widerwillig zu, doch mal ein Auge drauf zu haben, wenn mal ein aelterer Mann einem jungen Maedchen Getraenke spendiert, wenn beide erkennbar "nicht zusammen gehoeren". Der Rest war mir auch wurscht, denn "meinen" Fall wusste ich ja in guten Haenden. Derselbe "Kuenstler" wird sich dem Maedel nie mehr naehern. Und auch seine Kumpane nicht ...

5.3      Paedophile Netzwerke

Denn "ein Paedophiler kommt selten allein". Wer untersucht, wie das frueher, als der alte §175 in Deutschland noch galt, unter Homosexuellen so lief, der stellt erstaunt fest, dass es unter Homosexuellen Erkennungszeichen gibt, die einem "Normalo" nicht auffallen. Das gilt fuer Schwule und Lesben gleichermassen.

Es gilt aber fuer Paedophile erst recht. Diese sehen sich ja einem enormen Verfolgungsdruck ausgesetzt. Dies alles zu schildern fuehrt hier zu weit. Wichtig ist aber, dass hier Signalisierungs-Systeme und bundesweite, ja europa-, ja weltweite Netzwerke bestehen (seit es das Internet gibt, jedenfalls). Was auch bedeuten kann, dass entfuehrte Kinder z.B. binnen kurzem nicht mehr auffindbar sind, da sie u.U. ausser Landes gebracht werden.

Aber das waere ein noch wesentlich umfangreicheres Thema.

Mir ging es vor allem darum, dass Eltern und Betreuer nicht "blind" navigieren.

Zum Beitrag "Nachwort und Zusammenfassung: Paedophilie als Naturtatsache"

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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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