Trump und das Impeachment

helmut-1, Siebenbürgen, Dienstag, 24.12.2019, 11:55 (vor 1007 Tagen)3352 Views

Da ich auch in anderen Foren manchmal kommentiere, habe ich mich - aus gegebenem Anlass - mal schlau gemacht, was die Prozedur des Verfahrens betrifft. O.k., wie das im Repräsentantenhaus abläuft, haben wir ja schon mitbekommen, dazu haben die Demokraten dort die Mehrheit.

Der nächste Schritt ist, wie der Senat darüber abstimmen wird. Da habe ich mir überlegt, ob sich da Trump beruhigt auf seinen Weihnachtsurlaub konzentrieren kann oder ob er da in Sorgen schwelgt.

Nehmen wir uns mal die Situation genau vor:

Der Senat, der ja in 2/3-Mehrheit dem Antrag zustimmen muss, wenn er durchgehen soll, hat 100 Sitze. Davon fallen 45 auf die Demokraten, 53 auf die Reps und 2 Sitze auf Unabhängige.

Unterstellen wir mal, dass die Unabhängigen zusammen mit den Demokraten stimmen, dann bräuchte das "Pro-Lager" noch 20 Stimmen aus dem Lager der Reps, um auf die 2/3-Mehrheit, also 67 Stimmen, zu kommen. Mir sind aber nur bis max. 5 Kritiker von Trump aus den Reihen der Reps bekannt, nicht mehr.

Dazu kommt noch was Wichtiges: nach der Beratung stimmt der Senat mit seinen Mitgliedern namentlich darüber ab, ob der Antrag angenommen wird oder nicht. Also keine geheime Abstimmung.

Wäre für mich absolut unverständlich, dass hier 20 Senatoren aus dem Lager der Reps öffentlich gegen Trump stimmen. Aus diesem Grund kann ich verstehen, wenn sich Trump beruhigt in seinen Lehnstuhl vorm Kaminfeuer zurücklehnt.

Die Demokraten haben aber dadurch schlechte Karten, - wie ich meine. Die Reps werden den Misserfolg als Beweis für die Intrigen der Demokraten auslegen, - und dieses Argument fest in ihren Wahlslogans zur kommenden Wahl verankern.


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