Fassadenbegrünung
Hallo zip,
beruflich hatte ich regelmäßig mit dem Thema Fassadenbegrünung (Planung) zu tun.
- und versuche mal eine Antwort:
Bei einem groben Putz (Zementputz?) wird es vermutlich schwierig sein, mit einem Spachtel oder ähnlichem Werkzeug die Haftwurzeln vom Putz aufgrund des unebenen Untergrundes abzubekommen.
Es klappt meines Erachtens am besten, wenn man versucht, die einzelnen Efeutriebe im noch grünen Zustand von der Wand zu reißen (im abgestorbenem Zustand dürfte das schwieriger sein). Mit etwas Glück bleiben nur geringe Haftwurzelteile am Mauerwerk. Lose Putzteile werden dabei sicherlich mit weggerissen, die dann auszubessern wären. Das ganze anschließend überstreichen.
Zur Neubegrünung: Hier wäre als erstes zu klären wie breit und wie hoch die Wand ist, anschließend die Helligkeit zu klären, sonnig, absonnig, Südseite aber beschattet, Nordseite und zusätzlich beschattet, Lichtreflexionsflächen ?
Dann kann man eine geeignete Auswahl an Pflanzenarten empfehlen und in Abhängigkeit zur jeweiligen Art auch eine entspr. Befestigung.
Bei selbstklimmenden Arten (z.B. Wilder Wein, Kletterhortensie, Spindelstraucharten, teilw.Trompetenblume) wäre ebenfalls zu klären inwieweit der Putz als Grundlage geeignet ist.
Fehlerhafter Putz (Risse) wird auf jeden Fall bestraft.
Prinzipiell gibt es bei Kletterpflanzen mit Haftwurzeln Unterschiede in der Funktion dieser Haftwurzeln.
Beim Efeu haben die Haftwurzeln auch echte Wurzelfunktion, beim Wilden Wein z.B. nicht, der beschränkt sich auf die Funktion des Anheftens.
Insofern gibt es Unterschiede im Wollen einer Wurzel wenn es auf wasser gelöste Mineralien bzw. Feuchtigkeit stößt (Risse im Putz, verwittertes).
so weit erst mal.
Gruß Dieter