Absolut richtig.

re-aktionaer, Samstag, 12.11.2016, 17:56 (vor 3452 Tagen) @ Olivia2339 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.11.2016, 18:04

Ein weiterer Aspekt ist aber nicht in Gesetze zu gießen - das Verantwortungsgefühl. Jeder Besitzende trägt mit seinem Besitz Verantwortung für die Gesellschaft, in der er lebt. Das setzt aber auch voraus, dass er sich als Teil dieser Gesellschaft versteht.
Ich hatte vor einigen Wochen die Gelegenheit einen mittelgroßen Betrieb in Österreich zu besuchen, der ca. 200 Mitarbeiter hat und den ein Landwirt aus dem Nichts erfolgreich aufgebaut hat. Wir haben mit ihm einen Gasthof im Ort besucht, jeder kennt und achtet ihn, er braucht keinen Bodyguard und kennt jeden seiner Mitarbeiter persönlich. So jemand fühlt sich verantwortlich - weil er die Auswirkungen seines Handelns augenblicklich vor der Haustür sieht und weil es sein Prestige in der ihn umgebenden Gesellschaft erhöht. Nur wenn man im eigenen Selbstverständnis Teil einer Gesellschaft ist, handelt man so.
Gehört man hingegen einer Gruppe an, die sich bewusst abgrenzt oder auch unbewusst - dann hat man die emotionale Freiheit asozial zu handeln. Die moderne Finanzindustrie hat das befördert - nein - auf die Spitze getrieben. Extreme Verantwortungslosigkeit! Der Täter sieht seine Opfer nicht mehr. Deshalb ist eine Rückbesinnung auf nationale Narrative - von mir aus auch regionale - unerlässlich. Der Starke, Mächtige hat sich als Teil des Ganzen zu verstehen, als Herr und Beschützer. Sein Reichtum soll nicht selbstzweck sein, sondern der Mehrung seines sozialen Prestiges innerhalb der Gesellschaft dienen. Gerade dieses Selbstverständnis würde unheimliche kulturelle und architektonische Impulse setzen. Ein Ende der erbärmlichen Pfennigfuchserischen Gegenwartsarchtiektur z.b. und des verkommenen "Kunstmarktes". Es würde wieder anständige Paläste und Mäzene geben und so etwas wie Kultur.


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