Anschwellende Automatisierung
Die Frage nach dem Überschuss an Arbeitskräften in den kommenden Dekaden
treibt mich auch um. Maschinensteuer und Rückbau ist meiner Meinung nach
keine Option. Was machbar ist, wird gemacht.
Meiner bescheidenen Meinung nach wird dieser brutale Kahlschlag in den
nächsten 20 Jahren förmlich neue Utopien was
Arbeit/Verteilung/Gesellschaft betrifft ERZWINGEN.
Es wird so etwas wie eine Mindestsicherung geben müssen und man wird im
Rahmen dieser die Menschen auch mit einer Beschäftigungstherapie versehen
müssen, damit sie auf keine dummen Ideen kommen. Wenn man schlau ist, dann
nutzt man die obsoleten Arbeitskräfte um staatlicherseits Dienstleistungen
zu organisieren, die heute undenkbar, weil "unfinanzierbar" wären. Von
intensiver 1:1 Kinderbetreuung, 24h Parkwächtern, Helfer im öffentlichen
Raum, Altenpflege etc...
Ja, welche Umwälzungen und sozialen Probleme das mit sich bringt, ist kaum auszumalen. Vor allem sind die erforderlichen sozialen und gesellschaftlichen Umgestaltungen bisher kaum vorausgedacht worden.
Die anschwellende Automatisierung menschlicher Handarbeit durch Maschinen ist ja an sich kein Unglück, im Gegenteil. Die Menschen werden dadurch vielfach von der Fron körperlicher Arbeit befreit. Sie werden frei für höhere, kulturelle Bedürfnisse, die sie bisher unterdrücken mussten oder die sich noch gar nicht in ihnen regen konnten. Und sie werden frei, ihre Fähigkeiten zur Befriedigung solcher Bedürfnisse Anderer einzusetzen. Wir stehen eigentlich in einem gewaltigen historischen Umbruch der Verlagerung menschlicher Arbeit auf eine höhere menschliche Ebene. Und die Frage stellt sich, wie das zu organisieren und zu finanzieren ist.
Die Fähigkeiten, die in der Wirtschaft gebraucht werden, werden in den Schulen und Hochschulen des Bildungswesens, dem Kern und der Quelle des Geistes- und Kulturlebens, entwickelt und ausgebildet. Natürlich werden sie in den Betrieben weiter spezialisiert, setzen aber ihre Grundlegung voraus. Die Wirtschaft lebt also von dem, was im Geistesleben entwickelt worden ist. Und ihre Gewinne sind ohne die in Schulen, Fachhochschulen und Universitäten gebildeten Fähigkeiten der Menschen, ohne die damit entwickelten und konstruierten Maschinen und die Durchrationalisierung der betrieblichen Abläufe nicht denkbar.
Daher müssten die Unternehmen auch einen Teil ihrer Gewinne direkt an das Geistes- und Kulturleben abgeben, nicht nur als Gegenleistung für das bisher Erhaltene, sondern auch zur Weiterentwicklung des Bildungswesens in der Zukunft, von der die Unternehmen in ihrer eigenen Existenz und Entwicklung selber abhängig sind. Dies umso mehr, als durch die Automatisierung Personalkosten in erheblichem Umfang weggefallen sind und weiter wegfallen, an deren Stelle die Investitionen für die Maschinen nur einen Bruchteil ausmachen….
Durch den Über-Fluss des wirtschaftlichen Gewinnes an das Kulturleben können dort in zunehmendem Maße Einkommen für die im Wirtschaftsleben freigewordenen und jetzt nach sozialer und kultureller Fähigkeitsentfaltung strebenden Menschen finanziert werden.
Vgl.: http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/10/25/arbeitslosigkeit-manipulation-der-gesel...