Das Bild dürfte noch größer sein
Hallo Michael!
Du schreibst: ich denke man braucht erst einmal das große Bild, den Haupthandlungsstrang. Dann muss man sehen ob es Nebenabläufe gibt.
So sehe ich das auch.
Den Haupthandlungsstrang bildet m.E. der NSU Prozess.
Wenn wir vom großen Bild reden ist das auch nur ein Teilaspekt.
Die Haupthandlung vollzieht sich in der immer enger werdenden Kooperation der Staatsbürokratie mit dem Organisierten Verbrechen (OK).
Was früher eher Ausrutscher waren, wurden inzwischen systemisch. Parallelen dazu gibt es auch in der Finanzwelt, wo Casino und Betrug inzwischen zum guten Ruf gehört. Hier befindet sich die Achse, um die sich alles andere dreht.
Waren die beiden Uwes wirklich Einzeltäter?
Vermutlich haben sie keine einzige, der ihnen angelasteten Taten, begangen.
Man kann nur hoffen, dass Tschäpe doch noch den Mund aufmacht. Sehr wahrscheinlich ist das aber nicht.
Das wäre ihr sicheres Todesurteil.
Daher wird sie schweigen oder im Sinne der Anklage aussagen. Wenn sie erklärt, daß durch das Trio u.a. Kinder bestimmten Leuten in bestimmten Positionen zugeführt wurden, dann endet sie wie der Syrer am Vorgitter ihrer Zellentür.
Übrigens, was wenig thematisiert wird, im Zuge der Flüchtlingswelle sind inzwischen mehrere tausend Kinder spurlos verschwunden. Ich mag mir besser nicht vorstellen, wo die ggf. "untergebracht" wurden und welche Dienste sie leisten (müssen).
Dann gibt es Geschehen, die bislang nicht zugeordnet werden können, so der Polizistenmord Kiesewetter.
Michelle Kiesewetter ist ggf. von anderen Polizisten getötet worden, wenn mich meine länger zurückliegenden Infos vom Fatalist nicht täuschen.
D.h. bestimmte Leute in der Polizei sind Teile der OK!
Das ist extrem wichtig für alle unaufgeklärten Fälle.
Nur so erklärt sich das Schreddern von Akten und alle andere dubiosen Vorgänge.
Das dürfte auch der Grund gewesen sein den etwas zu forschen Sebastian Edathy in Schwierigkeiten zu bringen.
Der NSU-Fall mutiert zum Dutroux-Skandal, denn es werden alle platt gemacht die brisante Details wissen.
Auch bei dem Fall Peggy ist unklar, ob und wie er dem Hauptgeschehen NSU zuzuordnen ist.
Es dürften 2 parallele Geschehen sein, die aber durchaus Verbindungen haben können. Bei den Ermittler-Teams ist es ganz offensichtlich.
Ganz unglaublich ist die Sache mit dem Ausweis des Mädchens.
Ja, und die Erklärung ist hanebüchen.
Der Ausweis wurde 5 Tage vor dem Verschwinden des Mädchens beantragt. ..
.. Ein Kripobeamter erklärte als Zeuge, dass sich die Polizei damals vorsorglich einen Kinderausweis ausstellen ließ, weil man Hinweisen nachgegangen sei, dass Peggy in die Türkei verschleppt worden sein könnte. Hätte man Peggy tatsächlich gefunden, hätte es ohne Ausweis Schwierigkeiten bei der Ausreise gegeben. Eine Antwort darauf, weshalb das Ausstellungsdatum nicht zu dieser Geschichte passt, hatte er nicht.
Das läßt nur einen Schluß zu.
Die Antragsteller wußten, daß Peggy ins Ausland verbracht werden soll, alles andere ist absurd.
Mein vorläufiges Fazit:
Die Wendung im NSU-Fall rüttelt an den Grundfesten der Bundesrepublik, denn während es zuvor um ungeklärte Morde an irgendwelchen Ausländern ging – um es mal platt zu formulieren – kommt nun der Verdacht auf, die Verschleierung dreht sich um aktive Kinderprostitution mit in Kauf genommener Todesfolge deren Stränge in die höchsten Kreise der Politik reichen.
So etwas kommt beim gemeinen Volk ganz schlecht an.
D.h. hier müssen zwingend Köpfe rollen, um das „Rachegefühl“ der Steuerzahler zu befriedigen.
Daher mutmaße ich, dieser Skandal wurde gezielt in Szene gesetzt und zwar von Leuten die schon lange die Faxen von dem ganzen schmierigen Sumpf dicke haben und nun mit schärferer Munition schießen.
Und hier eine mögliche Teil-Lösung des Falles Peggy, die sich mir in sich konsistent erscheint.
Ich zitiere nochmals aus dem Interview von Wolfgang Eggert.
In Lichtenberg gab es eine Gaststätte „Zur goldenen Sonne“, wo sich immer wieder Kinder, auch Peggy, aufgehalten haben. Der Wirt berichtet, dass das Mädchen fast jeden Tag bei ihm im Lokal verkehrte.
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Eine 9jährige ist also Stammgast in einer Wirtschaft, wo sie Hausaufgaben macht, malt oder bastelt. Oft bis spät in den Abend, wie es am 25. Oktober 2003 in einem TV-Beitrag heißt. Wenn ein kleines Kind nicht mehr nach Hause will, so ist das bedenklich. Und sollte schon irgendwem aufgefallen sein.
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Wir wissen, dass schon vor dem Verschwinden Peggys im Dorf über die Familie „geredet“ wurde. Dass das irgendwann den „richtigen“ Vater erreichen würde, liegt auf der Hand.
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Ist das Sorgerecht bei der Mutter, was es fast immer ist, kann der Vater nur an seine Exfrau appellieren. Oder er schaltet, wenn das nicht fruchtet, das Jugendamt ein. Genau das hat Mario S. (der leibliche Vater von Peggy) nun gemacht. Ergebnis?
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Entscheidend ist, dass Mario S., mit „seinem“ Problem allein gelassen, beschloss, selbst nach dem Rechten zu sehen. Jeder Vater würde so handeln, wenn er merkt, dass mit dem Kind etwas aus der Bahn läuft. Und wenn das Kind sagt, dass es weg will – zu Papi. Was Peggy laut Aktenlage zuletzt mehr als nur einmal geäußert hat.
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Da wir allen Grund zur Annahme haben, dass das Mädchen fortgesetztem Missbrauch unterlag, durch mehr als nur einem einzelnen Pädophilen, schlägt jetzt die Stunde, wo es für einige Leute brenzlig wird. Und zwar just an dem Tag, als Mario S. sich für Mai 2001 in Lichtenberg ankündigt, um seiner Tochter ein verspätetes Geburtstagsgeschenk persönlich vorbeizubringen. Er hatte sie Jahrelang nicht mehr gesehen.
Was, wenn sie sich ihm anvertraute? Und wenig kindgerechte Dinge erzählte?
Das war die Frage. Tat sie es dann, war damit zu rechnen dass der Vater vor Gericht ziehen und eine Kettenreaktion auslösen würde. Das ist der Hintergrund.
Zwei Woche vor diesem avisierten Treffen war Peggy dann von der Bildfläche verschwunden. Um nie wieder aufzutauchen. Jedenfalls nicht lebend.
Falls das stimmt, dann fragt man sich doch, warum klärt die bayerische Polizei so einen Skandal nicht auf?
Du ahnst es sicherlich schon.
Weil dort möglicherweise Personen involviert sind, die besser im Hintergrund bleiben möchten.
Die Aufklärung des Falles Peggy würde nicht nur eine familiäre Tragödie um Peggys Mutter, Verwandte und Bekannte offenbaren sondern einen Blick in die Top-Etagen der Republik.
Das mußte bislang um jeden Preis verhindert werden.
Und wenn ich mir die Beck-Affäre (Stricher-Bezahlung), den Tod und gleichzeitigen Mordverdacht des Piraten, die viel zu große Nähe der Grünen in diese Kreise (siehe u.a. Odenwaldschule), den unbedingten Willen Kinder möglichst früh zu sexualisieren, anschaue, dann spannt sich hier ein Bogen – inkl. der Kampusch-Affäre und aller anderen vertuschten Mißbrauchsfälle – dessen Zerspringen ziemlich viel Staub aufwirbeln könnte.
Und jetzt ahnt man auch, warum viele Politiker so funktioren, wie sie funktionieren.
Wenn sie nicht mehr mitspielen, werden brisante Fotos in die Öffentlichkeit lanciert. Der Sachsensumpf war/ist nur ein feuchtes Teilgebiet eines viel größeren Sumpfes.
DAS ist vermutlich das schärfere Bild, welches ggf. die Fälle Peggy Knobloch und NSU miteinander verbindet.
mfG
nereus