Tauschwirtschaft nach dem Krieg (z.B. 1923, 1946ff)

Beo2, NRW Witten, Samstag, 01.10.2016, 11:24 (vor 3444 Tagen) @ Mephistopheles2324 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 01.10.2016, 14:08

Und, es gab immer vorübergehend auch einen Rückfall (vgl. Begriff "Regression") in die uraltbewährte Form der Tauschwirtschaft: Sachen gegen Sachen/Produkte oder gegen Arbeitsleistung, auch Bartergeschäfte um mehrere Ecken usw..

Von wegen Tauschwirtschaft. Wer hat dir denn solch einen Blödsinn erzählt?


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Quelle: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weimarer-republik/innenpolitik/inflation-1923.html

Auch hier (Zitat): http://www.deutschegeschichten.de/zeitraum/themaindex.asp?KategorieID=1004&InhaltID...

"Deutschland war ein Land mit drei Währungen geworden: Staatliche Gehälter und Steuern wurden in Reichsmark gezahlt. Seit August 1946 gab es für den Verkehr zwischen alliierten und deutschen Stellen von den Siegermächten gedrucktes Besatzungsgeld, das nicht in Reichsmark umgewechselt werden konnte.
Wichtigstes Zahlungsmittel waren aber Zigaretten, für die man auf dem Schwarzen Markt fast alles erhalten konnte. Deutschland war damit in den archaischen Zustand der Naturalwirtschaft zurückgefallen:
Waren konnten nur gegen Waren getauscht werden. Arbeiter waren oft nur drei Tage in der Woche in der Fabrik. An den übrigen Tagen tauschten sie ihren Lohn, der ebenfalls zum Teil aus Waren bestand, gegen Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs ein. Der größte Teil der Schwarzmarktgeschäfte besteht aus Tauschhandel von Waren aus zweiter Hand, angefangen von alten kostbaren Pelzmänteln bis zu Kochtöpfen und abgelegten Schuhen und Galoschen, gegen Zigaretten, Schokolade, Kartoffeln oder Mehl. In den großen Städten besonders im Westen sind organisierte Tauschmärkte Tag und Nacht geschäftig, auf denen einfach alles gehandelt werden kann, mit Einschluss von Eisenbahnfahrkarten für Fernzüge (für die man Spezialerlaubnis braucht), interzonalen Pässen oder anderen gefälschten Papieren
..."

Also: Arbeiter wurden teils oder gänzlich mit Waren bezahlt, die sie herstellten .. so z.B. im Bergbau mit Kohle. Die Kohle tauschten sie dann gegen Lebensmittel u.a.. Bauern zahlten mit Lebensmitteln für Arbeitsleistung usw. usf..

Es geht beim Wirtschaften immer um den Mehrwert. Der Wirtschaftende möchte ein höheres Ergebnis haben als er an Aufwand investieren muss. Ein Tauschhandel liefert schon per Definition keinen Mehrwert, also kann es aus rein logischen Gründen niemals eine Tauschwirtschaft gegeben haben.

Das ist eine Tautologie (Definition = Schlussfolgerung). Wo hast Du wissenschaftliches "Denken" gelernt?

Ich betrachte das Thema als abgehakt.

Mit Gruß, Beo2


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