Glyphosat auf Trauben
Ich habe per E-Mail einen Hinweis auf Glyphosat erhalten (Danke dafür). Nach kurzem Suchen habe ich dies gefunden:
Ich bin Winzer und Landwirt und verwende Glyphosat seit über 30 Jahren im Betrieb. Es ist völlig geruchlos, etwas ölig und im Gegensatz z. B. zu Gramaxone sehr verträglich. Angeblich wird der Wirkstoff innerhalb 6 Wochen im Boden zu 99% abgebaut.
Ich werde in diesem Jahr einen sogenannten GEP Pflanzenschutzversuch im Weinberg durchführen und diesen Wirkstoff genau dosiert auf eine definierte Fläche ausbringen uns die 28 Tage später geernteten Trauben ins Labor bringen und auf Rückstände untersuchen lassen.
Ausserdem lasse ich Ende des Jahres mein Blut und Urin untersuchen um festzustellen wieviel mg dieses Wirkstoffes wirklich in meinem Körper ist.
Ich bin überzeugt dass ein konventionell arbeitender Winzer oder Landwirt an einem Tag mehr Kontakt mit Glyphosat hat als ein Verbraucher im ganzen Leben. So gesehen müssten die Bauern schon längst alle ausgestorben sein…
Ich brauche im Jahr etwa 20 Ltr. Glyphosat um meine Rebstöcke von Fremdbewuchs zu befreien.
Wenn ich auf dieses Herbizid verzichten muß bleibt nur massiver Maschineneinsatz und viel Handarbeit um die Konkurrenz Pflanzen zu entfernen. Als Produzent für grosse Abnehmer würde ich dann sehr schnell unrentabel arbeiten….
Um wirklich sachlich mit der Frage Herbizid Ja oder Nein mitzudiskutieren sollte man sich erstenmal intensiv darum bemühen die vorhandenen Studien zu erhalten, diese versuchen zu verstehen und erst dann eine Lösung suchen. Alles andere ist Polemik und kann andere unwissenden mit Halbwahrheiten Angst machennnn
https://netzfrauen.org/2015/05/22/offener-brief-csu-bei-euch-piept-es-wohl-glyphosat-bl...
Da ist es natürlich beruhigend, daß Parkinson bei Landwirten in Frankreich als Berufskrankheit anerkannt wird.
Ich kannte mehrere Landwirte, die mittlerweile an schweren Erkrankungen (Blut, Nieren, Parkinson) verstarben.
Als Konsument ist man diesen Substanzen nicht in konzentrierter Form ausgesetzt, aber es scheint individuelle Unterschiede bei der Verträglichkeit zu geben.
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Der Streusand-Effekt reduziert nicht die Rutschgefahr!