Gibt es ein richtiges Leben im falschen?
Ja, Zara, nur schade, dass wir derzeit weitherum schauen und suchen können, und es ist kein neuer Dürrenmatt in Sicht. Seufz!
Allerdings bleibt auch Dürrenmatts Höchster und Gerechtester im Demiurgischen gefangen, wie sonst gäbe es vorausgehende Diebstähle und Vergewaltigungen, mit nachfolgenden Rück-Diebstählen und sogar einem Totschlag...?
Paulus fragte einmal frei zitiert: "Gibt es ein richtiges Leben im falschen?"
Dem Juristenapparat sei die selbstreflektierende Frage anempfohlen: "Gibt es Gerechtigkeit im Recht?"
Wir "Sterblichen" meinen immer, es müsse auch vor Gericht gerecht zugehen; doch wer sich als von der (himmlischen, oder einfach allumfassenden, alles durchdringenden) *Lebensquelle* (ich verzichte hier der Einfachheit halber auf den Begriff "*Gott*") geschenkter Mensch dem irdischen Rechtssystem als Rechtsperson unterwirft (subjektiviert) kann sich zum Spielball(-Objekt) des Rechtsspiels im Hienieden machen - dieses fundamentale Risiko kennst du Zara natürlicherweise, weil du ja die volle (voll-gereifte!, weil sonst gehts in die Hosen) Anarchie forderst, also das Fernbleiben jeglicher Hierarchie (Unterwerfungssystemen und -mechanismen).
Mit jedem (z. B. hier im Gelben geäusserten) Anarcho-Statement (entschuldige, soll nicht abwertend gemeint sein!) entlarvst du dein eigentlich zutiefst (zuhöchst!) himmlisches, *Lebensquell*-verehrendes Denken, Fordern und (In-)Ständig(es)-Erinnern.
Gerechte (Edit: Gerechte und anarchische!) Grüsse
vom Wildheuer