P.S. Mach Dich noch mit dem Debitismus vertraut,
..da bist Du im Gelben genau richtig. Um das Wirtschaftssystem/Geldsystem zu verstehen, ist das Bedingung. Wenn die Grundannahme falsch ist, muss alles darauf folgende auch falsch sein.
Finde es toll, wie viele Gedanken Du Dir hier machst auf der Suche nach einer Lösung.
Zu Deinem ersten Punkt: Urfunktion: Tausch von Waren.
Zahlungsmittel(Geld) ist immer Vorfinanzierung, sprich: Kredit mit einer bestimmten Laufzeit. Es braucht immer jemanden, der sich verschuldet, Staat, Unternehmer oder Privatperson. Dieser Vorgang betrifft auch das Zahlungsmittel Gold, Silber usw., zumindest ist mir nichts anderes bekannt.
Die Grundlage ist also eine einfache „Kosten (Vorfinanzierung)/Nutzen(Profit)-Rechnung“ über das Produkt/Dienstleistung. Dieser Vorgang kann einen reich machen oder in die Pleite treiben.
Der Begriff „Bedarfsökonomie/Angebot und Nachfrage“ mit der offiziellen Erklärung dazu bekommt ein ganz anderes Bild, wenn das Vorhergehende verstanden wurde. Zahlungsmittel hat dann Wert, wenn dafür produziert wird, bedeutet: Die Vorfinanzierer, Unternehmer/Staat, müssen Produkte/Dienstleistungen herstellen, um sich über einen festgelegten Zeitraum (Tilgung) durch den Verkauf des Produkts zu entschulden und sie müssen Profite realisieren, um sich selber mit Nahrung, Kleidung… zu versorgen. Es geht immer darum, an das Zahlungsmittel zu gelangen und genau darum wird produziert und Abnehmer gesucht.
Die Logik ist somit:
1. Vorfinanzierung über das Kapital = Eigentümer (Rohstoffe, Grund und Boden, Maschinen usw.) + Arbeitskraft (Angestellte).
2. Produkt/Dienstleistung.
3. Verkauf.
4. Tilgung + Profit.
Zu was uns diese Logik alles treibt, ist in meinen Augen unverkennbar. Vor ca. 3 Jahren schrieb ich unter anderem auch hier im Gelben, dass Kriege Teil dieser Logik sind und dieser Meinung bin ich auch heute noch. Sie hat sich sogar um ein Vielfaches verstärkt und ist für mich heute unverkennbar.
LG rumbidu