prozentuales Wohneigentum und Flüchtlinge

Dieter, Mittwoch, 27.07.2016, 14:41 (vor 3500 Tagen) @ helmut-11183 Views
bearbeitet von Dieter, Mittwoch, 27.07.2016, 14:55

War es damals nicht so, das bereits der Grund und Boden als Eigentum
genügend Sicherheit für die Bank darstellte? Hätte man nicht schon
damals problemlos einen Kredit zum Wiederaufbau bekommen können? Was war
mit der KDW - Kreditanstalt für Wiederaufbau?

Hallo Helmut,
der Osten Deutschlands war größtenteils landwirtschaftlich geprägt mit entspr. hohem Anteil an Wohneigentum. Wenn bei ca. 15 Mill. Flüchtlingen, davon ggf. 10-12 Mill. Neuankömmlingen in das neue Rumpf-Deutschland, dann ergab sich folgende Problematik, die eine rasche Schaffung von Grundeigentum für diese Millionen unmöglich machte:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=396704

Die West- und Mitteldeutschen, die nicht flüchten mußten oder vertrieben wurden, hatten natürlich deutlich bessere Chancen, so wie Du schon formuliertest, auch wenn diese durch den Lastenausgleich leicht belastet wurden, aber immerhin beliehen werden konnten sowie Erträge erwirtschaften konnten.

Wie es mit Österreich aussah, weiß ich nicht. Um meine These zu stützen, müßte man die Eigentumsverhältnisse beim Wohneigentum vor Kriegsbeginn kennen.
Das Ruhrgebiet dürfte damals aufgrund seiner Industrialisierung und vielen poln. Arbeitern einen höheren Mieter-Anteil haben.

Gegen meine These spricht vermutlich, daß die Schweiz gegenüber der BRD einen noch höheren Anteil an Mietern hat.

Gruß Dieter


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