Weiß nicht, ob das schlüssig ist
Hallo,
natürlich kann der Anteil von Wohneigentum in der BRD nicht so groß sein
wie in anderen Ländern der Nachbarschaft.Schließlich gab es direkt nach dem Krieg ca. 15 Mill.
Flüchtlinge/Vertriebene, + jede Menge zerbombter Städte, Deutsche hatten
übermäßig viel an Wohneigentum verloren und die dann mangels
Sicherheiten hier keine Darlehn für Hausbau bekamen.
Was haben die dann gemacht? Ihren Grund und Boden an den Staat verschenkt? Denke eher, dass die langsam und je nach finanziellen Möglichkeiten ihre Behausung wenigstens im Kleinen wieder aufgebaut haben.
Dafür wurden
Mieteinheiten aus dem Boden gestampft, sei es staatlicherseits oder von
begüterten Einheimischen, die Sicherheiten stellen konnten.
War es damals nicht so, das bereits der Grund und Boden als Eigentum genügend Sicherheit für die Bank darstellte? Hätte man nicht schon damals problemlos einen Kredit zum Wiederaufbau bekommen können? Was war mit der KDW - Kreditanstalt für Wiederaufbau?
Und so ist die BRD auch heute noch ein Land, in dem extrem wenig
Wohneigentum in Benutzerhand existiert, dafür aber jede Menge
Nobelkarossen, irgendwie falsch, finde ich.
Du solltest mal nach Rumänien gehen, - was da an Karrossen rumfährt. Q 8 und solche Dinge. Der Rumäne ist ein Typ Mensch, bei dem das Auto über alles geht. Auch, wenn er die ganze Woche Scheisse futtert, aber das Auto muss da sein. Es heißt zwar, "des Deutschen liebstes Kind", - aber das ist kein Vergleich zu Rumänien. Dort ist das Auto ein Teil des Glaubensbekenntnisses. War in Österreich niemals anders.
Ich lach mich krank bei solchen Beispielen. Hab das von jemand aus Deutschland gelernt, der aus dem richtigen Holz geschnitzt ist. Den dicken Daimler in der Garage, - wird nur alle heiligen Zeiten rausgeholt, um mal ins Ausland bequem zu fahren. Ansonsten, den ganzen Tag nur mit einem alten klapprigen Golf II unterwegs.
Ich machs hier in RO nicht anders. Müßte nachdenken, wieviele KFZ auf unsere Firma angemeldet sind, - vielleicht +/- 10. Aber keines ist dabei, das nach Bj. 90 produziert wurde. Dafür kann ich jedesmal beim Parken das Auto stehen lassen, ohne es abzuschließen, - manchmal lasse ich auch die Scheiben offen, damit jemand einen Geldschein aus Mitleid reinwerfen kann. Ist leider noch nicht passiert.
Aber sämtliche Reparaturen und Wartungsarbeiten führe ich mit unserem alten Mechaniker durch, - ohne auf die PC-Analyse durch den Bordcumputer angewiesen zu sein. Da wird alles noch von Hand und visuell und auditiv eingestellt. Aber es wurde mir bis jetzt noch kein einziges Auto geklaut.
Persönlich halte ich es für sehr fragwürdig, in etwas zu leben, was mir
nicht gehört, also etwas was ich mir leihe und somit in der Schuld anderer
stehe.
Hab keine Ahnung, wie derlei Statistiken entstanden sind. Was ist mit denen, die das Haus vom Vater geerbet haben, das auf dem Dorf ist, und die in die Stadt gezogen sind, aufgrund des Arbeitsplatzes. Da sie nicht wissen, ob sie auch dort bleiben, haben sie nur gemietet. Tauchen die nun in der Statistik als diejenigen auf, die kein Wohneigentum haben?
Gruß Dieter
Gruß Helmut