Das ganz große Bild
Hi ELLI,
vor Urzeiten wurde im Forum mal der Kondratieff Zyklus diskutiert: ![[image]](http://i.imgur.com/HRl9yES.jpg)
Deine Zählung hat die (5) im Jahr 2011 bei den 1900 USD pro Feinunze. Wäre denn auch eine Zählweise zulässig, die die großen Wellen mit den Unterzyklen eines Kondratieff synchron zählt? Ich meine so:
![[image]](http://i.imgur.com/2Cg1J6V.png)
Der Chart geht erst 1968 los, die (2) müsste ein paar Jahre in die Vergangenheit. Eine hypothetische (5) die erst 2020 endet, wäre allerdings trotzdem länger als die (3). Sie könnte natürlich auch schon 2018 enden, aber dann wäre sie immer noch 2 Jahre länger als die (3).
Ist diese alternative Betrachtung trotzdem regelkonform oder geht das gar nicht?
Der Hintergrund meiner Frage ist, dass ich vermute, dass aktuell immer noch ein Bärenmarkt in Aktien vorhanden ist (Beginn Jahr 2000):
![[image]](http://i.imgur.com/8VvGU2x.jpg)
Das Shiller P/E bzw. das deutsche KGV ist in den zwei Rezessionen einfach noch nicht tief genug gefallen, um das Fundament für einen langen Bullenmarkt bei den Aktien zu generieren und die Zentralbanken haben mMn lediglich das Fundament für den größten Crash der Börsengeschichte geschaffen.
Das Tobin Q Ratio verortet den aktuellen Aktienmarkt solide im Blasenbereich:
![[image]](http://i.imgur.com/8ley3kN.jpg)
Schaut man sich den inflationsbereinigten MSCI World an, dann sieht man den säkularen Bärenmarkt und immer noch laufenden Kondratieff - Winter sehr schön:
![[image]](http://i.imgur.com/9RnAz7d.png)
Das Hoch im Jahr 2000 wurde nie mehr erreicht, jedes weitere Hoch ist unter dem vorherigen Hoch und jedes neue Tief unter dem vorherigen Tief. Diese Tatsache, sowie die nicht tief genug gefallenen KGV und die Rekordverschuldung aller großen Volkswirtschaften bestärken mich in der Annahme, dass die große Baisse erst noch vor uns liegt. Nach den vorherigen Kondratieff Wintern war die Verschuldung nämlich sehr gering, diese wurde durch 16-20 Jahre Deflation ausgelöscht:
![[image]](http://i.imgur.com/G01pOTs.jpg)
Deine Meinung dazu würde mich interessieren, da Gold sein Hoch immer erst am Ende eines säkularen Bärenmarkts bei Aktien hatte. Das Ende des aktuellen Bärenmarkts ist erst bei hinreichend tiefen KGV bzw. P/E gegeben, anhand des aktuellen Indexstandes des S&P 500 müsste dieser deutlich unter sein Intraday Tief (666) von 2009 fallen.