Muslime ohne Islam?

Falkenauge, Samstag, 16.07.2016, 20:16 (vor 3514 Tagen) @ Prophet2140 Views

Du glaubst wohl nicht ernsthaft, dass die jungen "Muslime" unter 30 jemals
in ihrem Leben den Koran gelesen haben. Genauso, wie der hiesige "getaufte
Christ" noch niemals in seinem Leben die Bibel von A-Z gelesen hat. Nach
dem Religionsunterricht nimmt man für gewöhnlich das Buch der Bücher
(haha) nicht mehr in die Hand. Abgesehen von ein paar Fanatikern
natürlich.

Das ist zu kurz gedacht. Es kommt nicht darauf an, den ganzen Koran gelesen zu haben, um gläubiger Moslem zu sein. Wie viele Moslems können überhaupt nicht lesen. Ein junger Mensch wächst durch die Familie, die Sippe und ihre Autoritäten in den islamischen Glauben hinein. Die Familie, die Sippe, der Stamm oder der von der Abstammung geprägte Volkszusammenhang sind als Kollektive die bestimmenden sozialen Kräfte, denen der Einzelne weitgehend untergeordnet ist. Er empfindet sich auch in der Regel nicht als eine davon unabhängige Persönlichkeit mit eigenen Lebensvorstellungen, sondern als ein Glied der Gemeinschaft, ohne die er nicht leben könnte, deren Zusammenhalt und Lebensregeln ihn mitumfassen und seine Lebenswege stark bestimmen.

Das schließt den Islam mit ein, der ja auch die Unterordnung unter die absolute Autorität Allahs und seiner Stellvertreter auf Erden verlangt.

Durch die Konfrontation mit dem Westen, in dem die soziale und religiöse Ordnung auf der Freiheit der Persönlichkeit beruht, laufen sozusagen nur verhältnismäßig wenige dazu über. Die meisten vielleicht erst nach Generationen - vorausgesetzt sie werden integriert und tradieren ihre "Kultur" nicht in Parallelgesellschaften weiter.
Siehe weiteres hier.

Gruß
Falkenauge


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