Oh ich halte selbst sehr viel vom Buddhismus
Der Buddhismus ist übrigens die älteste Lehre aus Deiner Liste und der
empfiehlt, vor dem Hintergrund, dass um Erfahrung geht, die Dinge selbst zu
hinterfragen. Zudem ist er vollkommen logisch aufgebaut und esoterisch nur
insofern, dass sich einem das Ziel nicht erschließt wenn man den Weg nicht
geht.
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Ja der Buddhismus hat einen exoterischen Teil (für die Bevölkerung) und einen esoterischen Teil (für die Adepten). Er ist psychologisch hochinteressant. Seine zentrale Botschaft: "Glaube nicht, prüfe", kann man fast als Anleitung zum wissenschaftlichen Handeln verstehen. So auch den japanischen Koan: "Wenn du Buddha triffst, so töte ihn" (Ergänzung: "in Dir selbst").
Das ist eine hochkomplexe Nicht-Religion. Man beachte nur die Beiträge des tibetischen Buddhismus zur Projektion. Diese Nicht-Religion wird allerdings vom Großteil der Bevölkerung als "Religion" gelebt. Was in Ordnung ist, denn die meisten Menschen benötigen einen religiösen Zusammenhalt. Er verbindet, stiftet Sinn, gibt Verhaltens- und Handlungsanweisungen und hält Familien zusammen. All das, was in unseren westlichen Kulturen derzeit einen sehr zerstörerischen und destruktiven Prozess durchläuft. Psychologie, Soziologie, Philosophie, sonstige Sozialwissenschaften können einer breiten Bevölkerung nicht als Ersatz dienen. Ganz besonders auch dann, wenn die wissenschaftliche Methode nichts verifizieren, sondern nur falsifizieren kann und ihre Irrtümer immer auch publiziert. Von einer Religion verlangen die Menschen "Unfehlbarkeit" - ein Gott weiß alles und macht keine Fehler - daher darf die Religion auch nicht "nachprüfbar" sein.
) - muss sich im Diffusen und im Glauben, Fühlen, Erfahren erschöpfen. Genau zu diesen Erlebnisformen ist es hochinteressant, die Erkenntnisse der modernen Sozialwissenschaften nachzulesen.
Aber wer ist schon bereit, sich als ein Körnchen mit keinerlei Wichtigkeit für die Unendlichkeit begreifen zu wollen. Leben besteht, weil es sich wichtig nimmt und alles tut, um zu überleben, sei es physisch oder als mentales Konstrukt. Freuen wir uns, solange wir wahrnehmen können und "hier" sind. Alles ist wunderbar grün. Der viele Regen ist ein Segen für die Pflanzen, jedenfalls bei uns.
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