Unwissenheit schützt vor Dummheit nicht

Prophet, Mittwoch, 13.07.2016, 12:20 (vor 3513 Tagen) @ Mephistopheles1445 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 13.07.2016, 12:28

Aber Unwissenheit kann man niemandem anlasten. Manche verstehen eben was, und andere nicht.

http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/goetz-werner/steuerberater-magazin-20070114.pdf

„Als Unternehmer habe ich
niemals einen Cent Steuern bezahlt!“

Vielleicht denkst du darüber genauso, wenn du mal einige Jahre selbst Unternehmer warst.

Zitat Werner:

"Als Unternehmer
habe ich wirtschaftlich gesehen noch niemals einen Cent Steuern
bezahlt. [...] Jawohl, aber es stimmt!
Die Steuern verrechne ich grundsätzlich und vollständig in die Preise.
Das machen alle Unternehmer so. Und wer es nicht macht,
schreibt Verluste – und zahlt dann, unter Umständen für längere
Zeit, wieder keine Steuern. "

(Und Aufwendungen für deine Arbeitnehmer sind das gleiche wie Steuern, Abgaben usw. Wenn niemand etwas konsumiert und dir Gewinn verschafft, hast du auch irgendwann keine Angestellten mehr, und damit auch keine Abgaben. Das versteht sogar ein Zweitklässler.)

Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass ich als Unternehmer einen Cent von meinem Privatvermögen für meine Mitarbeiter oder meine EKSt. aufwende! - Wer das glaubt, glaubt auch noch an den Osterhasen und einen zivilisatorischen Kollaps ohne weltweite Atomverseuchung. Wie ich ja schon sagte: "Selig sind die geistig Armen." Beneidenswert, so eine Naivität. Fragt sich, wie solche Leute durch's Leben stolpern, vor lauter Blindheit den Realitäten gegenüber.

Es ist schön für alle Kapitalisten, dass die ausgebeuteten Sklaven (Arbeitnehmer) so dumm sind, und diese Tatsachen permanent leugnen. Sonst gäbe es morgen früh einen Aufstand und nur noch Arbeiterkollektive und Enteignungen im großen Stil. Aber neeeein, die dummköpfigen Sklaven rufen noch nach mehr Kapitalismus: "Ja, bitte fesselt uns noch mehr, macht uns zu noch mehr Sklaven, gebt uns noch mehr Sklavenarbeit, sonst gehen wir vor Langeweile ein!". Wir alle brauchen ja einen Arbeitsplatz, damit wir morgen wieder den Müll kaufen können, den wir selbst produzieren, und unbedingt meinen, haben zu müssen. Tja Leute, so wird das nix mit der Revolution. Wer den Dreisatz beherrschen will, muss erst das kleine Einmaleins lernen!


Einfach mal die Nase in ein paar Bücher stecken. Vielleicht besser als im Internet zu surfen und den ganzen Tag nur verlogegenen Dreck zu konsumieren. Aus Dreck entsteht eben nur Dreck. Und das Netz ist voll mit Schmutz.

Grüße,
Prophet

PS: Woher das Gehalt auf deinem Konto stammt, darfst du selbst austüfteln. Ich als Unternehmer zahle es jedenfalls nicht meinen Angestellten. Das machen die Konsumenten, ich schiebe das Geld nur weiter. Ein Arbeiter stellt mir ein Produkt in 8 Stunden Arbeit für 1000.- Verkaufswert her. Ich zahle ihm aber nicht 1000.-. Sondern nur 80.- Dann habe ich noch zwei Leute die ich benötige, um das Zeug an den Konsumenten zu bringen. Macht 240.- am Tag Löhne. Sind immer noch 760.- übrig. Davon Abgaben, Steuern, Rohstoffe und Maschinenkosten abgezogen: macht 380.- am Tag für mich und mein Bankkonto als Reingewinn. Wo bitte bezahle ich einen einzigen Arbeiter oder einen Cent Steuern von meinem Privatvermögen? - Wenn morgen keiner mehr was kauft, entlasse ich meine Arbeiter und bezahle nix aus meiner Privatschatulle. Keine Konsumenten = keine Arbeiter, keine Ausgaben, keine Steuern.

Danke für deine Antwort und ein entsprechendes Rechenexempel. Ein einfaches realistisches Beispiel reicht.

Nach deiner Logik müsste jeder Unternehmer binnen Kürze sein Privatvermögen aufgebraucht haben und pleite sein. Aber - oh Wunder, oh Wunder - die Unternehmer werden laut Statistik immer reicher, und der Sklave immer Ärmer. Aha! Jetzt fängt die Denkarbeit an, und das ist auch der Grund, warum es so wenig erfolgreiche Unternehmer gibt, und so viele Sklaven am unteren Ende der Nahrungskette.


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