Zustimmung und einige Fragen.
Grüß Dich Mephistopheles,
Eigentum kostet.
Stimmt. Eigentum als Institution gibt es niemals kostenlos, weil es als Institution von einem Staat überhaupt erst konstituiert werden muss. Genau das erzeugt Kosten.
Wer trägt diese Kosten genau?
Die Kosten tragen diejenigen, die netto größere Verbindlichkeiten gegenüber dem Staat (z.B. Steuerverbindlichkeiten, Abgabenpflichten etc.) als Forderungen gegenüber dem Staat (z.B. Bailout-Money, Sozialversicherungsgelder, Rentenbezüge, etc.) + Eigentumsrechte (welche staatl. garantiert werden) haben.
Oder anders: die Kosten tragen diejenigen, deren Nettogesamtvermögen gegenüber dem Staat negativ ist.
(Ich nutze hier Bestandsgrößen aus didaktischen Gründen; die Praxis dreht sich um Vermögensflüsse.)
Was ist der Nettogesamtvermögenswert einer Rostlaube,
wenn der Unterhalt höher ist als der Ertrag?
< 0
Und die Unterhaltskosten werden gesetzlich festgelegt.
Ja, wie denn sonst?
Tüv,
KFZ-Versicherung, Stellplatz usw.
Viele Eigentümer verzichten dann gerne auf ihr Eigentum und zahlen sogar
noch gerne dafür, wenn sie es endlich loswerden.
Der Versuch, es loszuwerden, ist doch aus Vermögenssicht nur vernünftig.
Dasselbe gilt auch für Immobilien und sogar für Grundstücke (etwa wenn
eine staatliche Behörde feststellt, dass ein Grundstück mit gefährlichen
Chemikalien belastet ist und der Boden unbedingt vom Eigentümer auf eigene
Kosten saniert werden muss.)
Selbstverständlich kann die Bewertung eines Eigentumsrechtes negativ werden und es daher für das Nettogesamtvermögen zuträglich sein, das Eigentum aufzugeben (falls das die jeweilige Rechtsordnung überhaupt zulässt) oder sogar für die Aufgabe zu zahlen, falls diese Verkaufskosten < erw. Sanierungs-/Erhaltskosten sind.
Der Staat kann die Belastung des Eigentums jederzeit und ohne weiteres
dermaßen in die Höhe treiben
z.B. durch Etablierung politischer Rechte für dadurch begünstigte Dritte.
, dass die Eigentümer gerne darauf
verzichten.
Der Staat kann (im rein nationalen Kontext gedacht) schon. Das ist ja genau mein Punkt.
Die Frage ist doch: In wessen Interesse TUT der Staat es tatsächlich. Siehe oben: Wer hat positive Nettogesamtvermögen ggü dem Staat?
Die sogenannte Sklavenbefreiung in USA und anderen westlich orientierten
Ländern - übrigens den einzigen Regionen weltweit, wo es jemals so etwas
wie eine Sklavenbefreiung gegeben hat - ist ein Mythos.
Inwiefern genau ist sie ein Mythos?
Derzeit wird jeder Unternehmer für jeden Mitarbeiter im Durchschnitt mit
ca. 50.000 Euro Steuern und Abgaben belastet.
Die USA hätten nur jeden Sklavenhalter für jeden Sklaven mit Abgaben in
ähnlicher Größenordnung belasten müssen, und die Sklaverei wäre über
Nacht verschwunden.
Durch die von Dir als Mythos bezeichnete Abschaffung der Sklaverei ist doch nichts anderes passiert.
Die "Kosten" für weitere Sklavenhaltung sind heute (nach Abschaffung der Sklaverei) sogar so hoch, dass sie durch bloße monetäre Abgeltung nicht einmal mehr theoretisch zu tragen sind. Sklavenhaltung ist nicht nur zivilrechtlich ("all crimes are commercial") sondern sogar strafrechtlich relevant. Sklavenhalter wandern in den Knast.
Alternativ: irgendjemandANDERS wartet auf die Einsicht bei
IRGENDJEMAND vernünftigerweise sein Nettogesamtvermögen
selbstlos zu reduzieren zum Wohle von irgendjemandANDERS. Die
Einsicht wird doch IRGENDWANN bei IRGENDJEMAND
schon
kommen, oder?
Die Einsicht kommt sehr schnell, s.o.![]()
Ja. Genau mein Punkt.
Wen wundert, dass politische Rechte bisher immer erkämpft werden
mussten?
Das ist ein Schmarrn. Politische Rechte gibt es dann - und nur dann - wenn
es für das System einträglicher ist, diese Rechte zu gewähren als sie
weiterhin zu versagen.
Von welchen konkreten historischen Fällen sprichst Du?
Siehe den Untergang der DäDäRä. Von dem, was sie jetzt kassieren
an Pensionen usw., hätten die Sasioffiziere in der DäDäRä nur träumen
können.
Es war ein Stasi-Plot die DDR untergehen zu lassen wegen der höheren Pensionen für Alt-Stasis im Westen?
Gruß Mephistopeles
Schöne Grüße
--
BillHicks
..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.