Die Schlinge zieht sich langsam aber sicher zu
Moin allerseits,
das Thema legaler Waffenbesitz und folglich das Waffenrecht spiegelt
für mich direkt die Verhältnisse in einem Land wider,
welches Vertrauen und welche Meinung die Obrigkeit
von seinen Bürgern hat. Das hat natürlich weder was mit Sicherheit noch mit
Terrorismus zu tun, die Straftaten mit im legalen Besitz befindlichen Waffen
sind statistisch schlicht nicht relevant, da so verschwindend gering.
Auch wenn gleich ein Aufschrei kommen mag, pro Jahr sterben ca.10k Personen nur durch
Suizid in Deutschland, bei 8760h p.a. sind das alle ca. 53 min. einer.
Durch rauchen sind es 100k, Alkohol und Drogen generieren ähnliche Sterberaten,
dagegen sind Unglücke mit legalen Waffen höchst selten und werden im Falle
medial aufs feinste ausgeschlachtet (siehe Winnenden).
Nicht umsonst ist die Statistik zu Straftaten mit legalen Waffen eine der best
gehüteten in D. So fließen z.B. auch Straftaten von beruflichen Waffenträgern,
wie z.B. Polizeibeamte in die Statistik ein und werden letztendlich Sportschützen
und Jägern indirekt angelastet, die sonst noch wesentlich beschämender
(aus Sicht der Herrschenden) aussehen würde.
Den Vogel abgeschossen haben 2 Jäger, die das Verbot für die Verwendung von
Selbstladebüchsen mit Magazinen mit mehr als 2 Patronen für jagdlichen Einsatz per Klage aufheben
lassen wollten. In letzter Instanz hat ein linientreuer Richter vorsorglich
alle Selbstladebüchsen, die ein herausnehmbares Magazin besitzen, als jagdlich
nicht zulässig erklärt. (Man kann ja das 2-schüssige rausnehmen und
ein 10-schüssiges einsetzten (z.B. auf dem Schießstand, was im jagdlichen Einsatz
natürlich verboten ist, aber von Einzelnen bisweilen trotzdem gemacht wird)
Als Resultat bzw. Steilvorlage interpretieren manche (insbesondere rot-grün gefärbten)
Behörden die Durchführungsvorschriften derzeit dahingehend, dass einem Jäger derzeit keine
Selbstladebüchse mehr via Erwerbsanzeige in eine WBK eingetragen wird.
Besonders linientreue Behörden wollten das gleich auf Kurzwaffen ausdehnen,
sprich, aus jeder handelsüblichen 9mm (Selbstlade-) Pistole ala Glock17 u.v.m. lässt sich
natürlich das Magazin entfernen, aber dies ließ sich dann wirklich nicht halten
und diese Sache ist nun zumindest für Kurzwaffen doch vom Tisch. Welcher Bärendienst diese saudumme
Aktion für gesetzestreue Steuerzahler war, lasst sich so auch für Außenstehende erahnen.
(Vielen Dank nochmals an dieser Stelle
*ironieoff*)
Kontraproduktiv könnte hier die allseits "geliebte" EU sein.
Bis man bei der Harmonisierung eines einheitlichen Waffenrechts
alle EU Staaten auf deutsches Niveau gehievt hat, dürften Jahrzehnte
vergehen. In Nachbarländern wie AUT sind z.B. einfache Schrotflinten
ohne besondere Bedürfnisprüfung bei Volljährigkeit erwerbbar.
Aber das wird die Vasallen in D nicht daran hindern, mit voraus eilendem
Gehorsam eine mustergültige Vorreiterrolle einzunehmen.
Glück auf
Svente
PS: Habe mich köstlich amüsiert, als ich hörte, dass sich die Guten,
(also SEKs u.a., die im Auftrag legal auf Menschen schießen dürfen), darüber beschwerten,
dass die Bösen zunehmend AP (amor piercing) Munition in Handfeuerwaffen benutzen
(sind schließlich nur den Guten vorbehalten) und damit die Schutzwesten
und andere Ausrüstung ihre Schutzwirkung verlieren. Wo doch Munition,
die Westen durchschlägt, grundsätzlich für normale "Berechtigte" tabu ist. Tssstssss ![[[lach]]](images/smilies/lach.gif)
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Wenn man einen Deutschen mit ein paar Konservendosen in den Urwald jagt, kommt er mit einer Lokomotive wieder heraus...
Ephraim Kishon