Miete oder Eigentum
Man höre sich mal das folgende kurze Video an, in dem Dirk Müller, dessen flinke Zunge ich ja ansonsten schätze, die These vertritt, dass es günstiger sei, zur Miete zu wohnen, als sein Geld in ein Haus oder Wohnungseigentum zu stecken.
https://www.youtube.com/watch?v=ZpmItB8oSqY
Ich halte das irgendwie für eine etwas perverse Diskussion. Miete setzt doch den Eigentümer voraus, der das Haus instand hält. Er holt es ja auch von den Mietern wieder rein. Wohnt zur Miete, da braucht ihr euch um nichts zu kümmern: Das ist wieder ein ganz kurzsichtiger, auf den eigenen Nutzen gerichteter Gesichtspunkt, der das Ganze aus dem Auge verliert. Und er betrifft auch nur eine Minderheit, die sich eine hohe Miete leisten kann.
Dabei wird ausgeblendet, dass Miete ein ausbeutbares Abhängigkeitsverhältnis bedeutet. Die meisten Nicht-Eigentümer müssen sich wegen der Miete, die ca. 1/3 ihres Einkommens oder mehr auffrisst, ungeheuer einschränken und können sich gute Wohnungen gar nicht leisten.
Das Problem an der Wurzel angepackt würde bedeuten, das Eigentum an Grund und Boden grundsätzlich infrage zu stellen, weil es viele von wenigen abhängig und ausbeutbar macht:
Siehe diese grundsätzliche Analyse.