Kommt zu spät

LLF, Sonntag, 22.05.2016, 14:03 (vor 3555 Tagen) @ SevenSamurai1576 Views

Was sagen eigentlich die Schwundgeld-(Silvio Gesell)-Anhänger zu der
Null-Zins-Politik?

Oder der bald, bei Bargeldverbot, kommenden negativen Zinsen?

Ich verfolge die Schwundgeld-Szene nicht, doch negative Zinsen dürften
bei denen zu einer totalen Euphorie führen.

Wären die Negativzinsen 2003 eingeführt worden (zusammen mit Arbeitszeitverkürzung), hätte es (möglicherweise) zur Vollbeschäftigung geführt.

Wenn die Negativzinsen bei -2% liegen, dann dauert es 35 Jahre, um eine bestehende Schuldensumme zu halbieren - ein unvorstellbar langer Zeitraum. Also wird man kurzfristig schärfere Methoden (z.B. Lastenausgleich, Vermögensabgabe) einführen müssen, um die Schuldensumme schnell um 20% senken zu können.

Schwundgeld zwingt zu anderen Investitionsmethoden:
- Langfristige 0%-Anleihen (auch nicht prickelnd)
- Immobilien: Etappenbauweise wie in Griechenland: wer Geld hat, kauft sich eine Palette Ziegelsteine und baut einen Teil des Hauses fertig.
- Immobilienfonds / Wohnungsbaugenossenschaft: 1000 Mitglieder zahlen monatlich 100 Euro, davon kann man eine Wohnung pro Monat fertigstellen.
Solche Fonds / Genossenschaften sind natürlich mit Organisationsaufwand verbunden. Problematisch bleibt die politische Gesamtlage: Wenn man nicht weiß, wo und wie lange die Flüchtlinge bei uns bleiben, dann kann man auch keine Immobilieninvestitionen kalkulieren.


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