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Ötzi, Sonntag, 22.05.2016, 02:56 (vor 3558 Tagen) @ SevenSamurai2686 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 22.05.2016, 13:09

Was sagen eigentlich die Schwundgeld-(Silvio Gesell)-Anhänger zu der
Null-Zins-Politik?

Oder der bald, bei Bargeldverbot, kommenden negativen Zinsen?

Eigentlich sinnvoll, aber auch die richtige Medizin hilft nicht mehr, wenn der Patient bereits im Sterben liegt. Dann verlängert sie das Leiden nur noch.

In Syrien wäre nach Ende des Bürgerkriegs ein alterndes Geld eine sinnvolle Sache. Dann könnte sich dort eine gänzlich neue Zivilisation entwickeln, sofern man das Land komplett abschottet gegen die Außenwelt. Koran, Bibel und Bankentürme wären sehr schnell überflüssig.

Innerlich habe ich immer diese Art von "Diebstahl" an erbrachter
Arbeitsleistung gehasst, aber bald wird es auch uns treffen.

Im Morgenland glaubt man an Mohammed, im Abendland glaubt man an die alleinige Existenz der Gegenwartspräferenz, und verleugnet die Zukunftspräferenz. Zwar will ohnehin niemand sein gesamtes Geldvermögen sofort verkonsumieren, aber Zinsen möchte man trotzdem fürs Geldverleihen. Der Aufschub des Konsums in die Zukunft ist ja kostenlos, indem das Geld nicht altert. Man teleportiert den Abruf der Gegenleistung für geleistete Arbeit kostenlos um 30 Jahre in die Zukunft. Dass der Kostenlos-Teleport mit negativen Zinsen nicht mehr möglich ist, ist natürlich doof.
Warum kauft ihr Euch nicht einfach alles auf Vorrat, was ihr für die nächsten 30 Jahre braucht? Da hat sich das Problem mit dem negativen Zins gelöst.
Den Liquiditätsvorteil des Geldes gegenüber den Waren gibt es ja angeblich nicht.


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