Symbiose von EÖ und D ist nicht möglich, da erst die Machttheorie des D die EÖ stimmig erklärt
Lieber Mario/Nicolas/Wolfgang,
ja, sehr spannendes Projekt.
Leider unter Vorherrschaft der Eigentumsökonomiker (keine Abwertung!).
Es ist heute schon eine große Leistung, sich den Ta(ä)uschern, Truhen- und Laurinträumern vor die verstrickten Füße zu werfen.
Aber so einfach geht es nun auch wieder nicht.
ich halte dieses Projekt ohne Untertreibung für das Wichtigste der
letzten 4 Jahrzehnte, auch wenn bisher für uns Debitisten mehr oder
weniger Lapalien abgehandelt worden sind, die aber trotz ihrer Banalität
von den gängigen ortho- und heterodoxen Wirtschaftswissenschaften
übersehen werden.
Wirklich?
Mario, deine Bachelorthesis ist sehr gelungen, besonders ab 5.4
Aber bist du dir sicher, dass du die aktuellen und revolutionären Gedanken von @Kurt, @Ashitaka, @Zara u.a. in deinem Wissensschatz mit verbaut hast, oder doch eher mit deinem hervorragenden Wissen mit einem Bein im Elfenbeinturm stehst?
Ich meine unter Einbeziehung der Rechtsverhältnisse
sogar, die von mir herbeigesehnte Symbiose von Eigentumsökonomik (Recht
und Zeitverlauf: Eigentumsbelastung/-verpfändung im Kreditkontrakt) und
Debitismus (Macht und Zeitpunkt: Sanktionsdurchsetzung zum Termin) zu
erkennen, wobei die Ursprünge der Macht- und Rechtsetzung bei eurer
Veranschaulichung der ökonomischen Zusammenhänge (zumindest bis auf
weiteres) sekundärer Natur bleiben können.
Sekundärer Natur? Geht's noch?
Lass uns noch einmal zurück auf "Los" gehen.
Da finden wir dann solche Megalithe wie:
"Wir alle haben uns geirrt.
Die Realität ist nicht Wirtschaften -- Geld, Preis und Zins -- Macht -- >Abgaben -- weiter Wirtschaften.
Sondern: Macht -- Abgaben -- Geld -- Wirtschaften mit Geld und Preis und Zins.
(Zitat: Debitismus Seite 30) http://www.dasgelbeforum.de.org/sammlung/Debitismus-PCM.pdf
und:
"Macht, Staat, Zwang und Abgabe und deren Finanzierung muss den property rights und ihren wirtschaftlichen Ergebnissen sowohl historisch als auch theoretisch voraus gehen. Oder schlicht: Macht vor Steuern, Steuern vor Einkommen."
@dottore
Auf diesen Grundmauern ist die ganze Eigentumsökonomik draufgesattelt, in deren Details man sich unendlich verstricken kann, wenn man möchte.
Machttheorie steht vor Eigentumsökonomik.
Jedenfalls Gratulation, dass
ihr Heinsohn in seinem Alter noch zur Mitarbeit motivieren konntet -
vielleicht könnt ihr noch Stadermann und Schulmeister akquirieren.
Spitzenarbeit jedenfalls, weiter so!
Ja, unbedingt.
Aber Machttheoretiker wie PCM sollten auch einbezogen werden.
Erwähnte Römer, Griechen und jede andere Hochkultur davor und danach sind nicht durch Tausch, Handel, Kreditieren, Eigentumsverpfändung und Kooperation groß geworden sondern durch rauben, plündern, Tributfordern und Machtzession = Eigentumsschaffung auf Kosten Dritter.
Das machen wir heute noch.
Jeder Vertrag, den wir schließen geht zu Lasten Dritter.
Einer der nächsten Schritte wäre es meiner Ansicht nach nämlich, die
wechselseitige Relation von Eigentum(srechten) zum Geld darzustellen - und
damit ziele ich auch auf dessen Bewertung ab: Eigentumsrechte in Geldwerten
(ist ja noch einfach nachvollziehbar) und eben Geld in Eigentumsrelationen
(schon komplexer, aber hftl. verständlich durch unterschiedliche
Besicherung und in diesem Zusammenhang auch unterschiedliches rechtliches
Durchsetzungsvermögen = Rechtssicherheit).
Hier geht's lang.
Geld = Macht(teilhabe). Machtteilhabe = Existenz. Machtausschluss =Autarkie in eigenem konkurrenzfähigem Machtsystem oder Untergang.
Die Macht erzwingt den Rahmen, in dem sich die Akteure bewegen können und ist zugleich von den Akteuren so sehr abhängig, dass sie ständig in Gefahr ist, unterzugehen, um einer konkurrierenden, stärker werdenden Macht Platz machen zu müssen in unserem zentralmachtgetriebenen Pyramidenspiel.
Eigentum wird ausschließlich durch eine Macht definiert und entsteht oder erhält sich nie im Konsens sondern nur im Streit der einflussnehmenden Mächte.
Da kann ich verpfänden, vertragen und verpflichten, so viel ich will.
Rückt morgen eine stärkere Macht ein, sind alle Verträge hinfällig.
Das werden wir schön beobachten können, wenn unsere Demokratie in ihre natürliche und ungeschminkte Form zurückfällt – die Diktatur.
Liebe Grüße
Silke