Naja

Michael Krause, Sonntag, 24.04.2016, 16:18 (vor 3580 Tagen) @ Elli3818 Views
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.04.2016, 16:32

Ich finde es für vollkommen in Ordnung, wenn bestimmte Leistungen auch mal unentgeltlich erbracht werden. Wem diese Leistungen dann pro bono erbracht werden, entscheidet derjenige, der die Leistung dann unentgeltlich erbringt.

Ich selber habe einmal vor vielen Jahren (noch vor der Wiedervereinigung) einen Polen vertreten, der in eine Interpol-Razzia geraten ist und wegen Rauschgiftschmuggels in U-Haft saß. Ich habe den dann aus der U-Haft rausbekommen, weil ich das Glück hatte, einen verantwortungsbewussten Haftrichter entscheiden zu sehen und es wurde später auch nie Anklage erhoben. Der gesamte Vorwurf war völlig konstruiert. Der Mensch war in einer üblen Lage, er sprach kein Deutsch und wusste im Grunde genommen nicht, wie ihm geschah, als er hier in die Mühlen der Justiz geriet. Am Ende habe ich weniger Honorar von der Staatskasse bekommen als der Polizeidolmetscher, der durfte nämlich nach Stunden abrechnen. Trotzdem habe ich das nicht bereut. Den Spruch, sorry DT, Deutsche Bürger zuerst in Deutschland, halte ich ehrlich gesagt für ziemlich daneben. Es kommt eben auf den Einzelfall an.

Was natürlich vollkommen inakzeptabel ist, dass dieser Vorgang nicht transparent geschieht, also nachvollziehbar darlegt wird, warum man wem die Leistung unentgeltlich erbringt. Und hier hat Elli natürlich Recht, es ist ein Unding, dass das vor den Eltern der anderen Kindern verheimlicht wird. Das ist der eigentliche Skandal, nicht dass auch ausländische Kinder unentgeltlich einen katholischen Kindergarten besuchen dürfen.

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Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.


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