Unser Lamentieren über die 'Bereicherung'
ist, so fürchte ich, Ausdruck einer Minderheit.
Allein in meinem Umfeld (Verwandte, Freunde, Bekannte) ist man vorwiegend auf Seiten der Öffentlichen Meinung. Meine Schwester mit Söhnen, die wiederum Kinder haben, freuen sich darüber, dass der Fachkräftemangel durch die Neuankömmlinge behoben wird. Mein Schwager und seine Kinder, die ebenfalls Nachkommen haben, erwarten ein interessanteres Leben in der ach so bunt aufgelockerten Republik. Meine Nachbarn sind stolz darauf, dass unser Land
humanitärer Vorreiter in der Welt ist ( "Am deutschen Wesen soll..."). Mit
meinen Bekannten führe ich über diese Thematik schon gar keine Gespräche mehr.
Für die bin ich nur noch ein 'alter Spinner'.
Wer nun die Ergebnisse der letzten Wahl dagegen ins Feld führt, sollte sich
einmal drüber im Klaren sein, dass die Erfolge der AfD nach allem Unglaublichen, was uns die etablierten Parteien geboten haben, eigentlich recht
bescheiden sind. Der längst fällige verzweifelte Aufschrei ist ausgeblieben.