Erfahrungen mit den Spezialdemokraten

Mammuthone, Mittwoch, 16.03.2016, 01:15 (vor 3619 Tagen) @ SevenSamurai2155 Views


[quote]Die Menschen erinnern sich gar nicht mehr an all die Schikanen von vor 9
bis 15 Jahren. Bestimmt nicht alle, das wäre ja auch wohl etwas viel verlangt
. [/quote]

Es wirkt hoffentlich nicht allzu unbescheiden, wenn ich meine subjektiven Erfahrungen mit ins Spiel bringe. Als ich 1972 das erste Mal wählen durfte, war für mich klar?: 》Willi wählen!《 Das war das erste und einzige Mal, daß die Sozen meine Stimme bekamen - die Sache mit den Berufsverboten war mir dann doch ein wenig zu spezialdemokratisch. Danach mußte ich noch einmal reinfallen (Grüne 1982), um zu merken, daß das jetzt genug Lehrgeld für einen Jungen aus einfachen Verhältnissen war. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß ich nie parteipolitisch aktiv bzw. \"gebunden\" war. Aber ich kann behaupten, daß ich in den vergangenen 34 Jahren all das bewußt erlebt und mir unauslöschbar eingebrannt habe, was mir unmöglich macht, dieser Clique meine mir äußerst wertvolle Stimme zu geben. Dazu haben nicht nur die meinem vorherigen Posting erwähnten Dinge beigetragen. Hinzu gehören noch ibs. die Jugoslawien-Politik, die steuerliche Freistellung von Spekulationsgewinnen, die EU-, Ukraine- und Syrienpolitik und nicht zuletzt die Existenz von Figuren ihrer ersten Garnitur, bei der man sich fragen muß, aus welcher Gosse man die denn rekrutiert hat (konkrete Namen: alle ohne Ausnahme, niemand eine Person, vor der ein aufrechter Mensch ohne Brechreiz den Hut ziehen kann).

Dieses hoffentlich nicht allzu langatmige Ausschweifen nur deshalb, weil ich mir sicher bin, daß ich nicht ein einsamer Spinner bin, der alleine so tickt, sondern in vielen Gesprächen raushöre, daß viele bzw. die meisten mittlerweile dieselben Gedanken haben. Hartz4, die damit für die Leistungsträger der Arbeitswelt verbundene grundlegende Beschäftigungsunsicherheit und die Gefahr der Prekarisierung bleibt unvergessen. Ich kenne nur bei Sozen die Ignoranz diesen Dingen gegenüber; die leben ja gerne in der Blase, nur sie wüßten, was für die Arbeitenden gut ist. Die Sozen-Truppe hat sich abgeschafft. Mit ihren derzeitigen Clowns auf Bundesebene kann das einfach nix mehr werden.

Und damit zu dem Malu-Erfolg - ist das der Gegenbeweis? Ich vermute, an dem derzeit beliebten Rumreiten auf dem Aspekt "personenorientierte Wahl im Gegensatz zu Sachthemen" ist nicht alles falsch. Viele Rheinland-Pfälzer mißtrauen dem Klöckner-Blondie massiv. Um glaubwürdig zu sein, hat sie ein bisi zu viel und zu oft rumgeeiert (Plan A2). Alles wirkte irgendwie mit IM Erika eingefädelt. Und dann hat sie mit der MS-Erkrankung von der Dreier gegen die rustikal-ehrliche Mentalität der zumeist ländlichen Wähler zu grob unterm Tisch gegen den Rollstuhl getreten. Viele haben die Malu bedauert und in Schutz nehmen wollen. So eine Zickenbissigkeit ist nicht vieler Leute Sache. Vllt. hat Blondie sich damit einen Bärendienst erwiesen, denn lange galt sie ja als die wahrscheinliche Siegerin. Und sooo gewaltig war der Unterschied zwischen den beiden am 13. 3. 16 ja nun nicht. Für mich ist die M. Dreier ein ähnliches Phänomen wie die Kraft.
Es gibt einen gewissen Teil des Urnenpöbels (Priol), der will keine schnelle Veränderung. Die gab es in den letzten Jahrzehnten immer, aber jetzt sind die Dinge im Umbruch. Damit wird nicht alles automatisch besser, aber IM Erika und ihr Hofstaat sowie die Sozen-, Grünen- und Linken-Clowns sind genausowenig Figuren, die den künftigen Gefahren etwas entgegensetzen können.


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