Intelligenz als Maß der Dinge

Orlando ⌂, Mittwoch, 09.03.2016, 10:53 (vor 3626 Tagen) @ Kaltmeister4026 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 09.03.2016, 11:34

Dass sich die Intelligenz auf die Menschen ungleich verteilt, will ich nicht abstreiten, dazu muss man nur mal die Kommentarspalten von Newsseiten oder Internetforen aufsuchen, wenngleich auch die Meisten meinen, selbst ausreichend bedacht worden zu sein.

Dass bei Intelligenztests da Korrelationen zwischen Herkunft, Milieu, Sozialisation usw. festgestellt werden können, ebensowenig.

Es ging jedoch um die Behauptungen, dass die Zuwanderung von Flüchtlingen aus Bürgerkriegsländern dazu führen wird, dass zukünftig eine große Zahl von "Mischlingen" geboren werden wird, dass diese Mischlinge dann regelmäßig einen niedrigeren IQ haben werden, die den Zuwanderern unterstellte "niedrige" Intelligenz also sofort vererbt werde und dass deshalb die nationalsozialistische Politik der Rassereinhaltung wieder aufgenommen werden soll.

Können wir darüber mal Klarheit herstellen oder kommt uns da schon der "Intelligenzschwund" in die Quere?

Was haben die Nazis nun zur "Reinhaltung" der Rasse getan? Es wurde das sogenannte "Blutschandegesetz" und das Reichsbürgergesetz erlassen, die beide zusammenfassend heute als "Nürnberger Gesetze" bezeichnet werden. Um darüber Näheres zu erfahren, kann man mal bei Wiki mit der Eigenrecherche anfangen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nürnberger_Gesetze

Dabei wird man finden, dass sie sich hauptsächlich gegen Eheschließung und Geschlechtsverkehr, also Vermischung, mit Juden richteten, per Verordnung oder Rundschreiben wurde das Ehe- und Geschlechtsverkehrverbot später noch auf "Neger, Zigeuner und deren Bastarde" ausgedehnt.

Die Juden nun zeichnen sich aber, selbst nach den angeführten Schaubildern und Videos, überhaupt nicht durch geringe Intelligenz aus.

Einerseits werden hier also weder Syrer, Türken, noch Nordafrikaner angesprochen, andererseits, wie soll sowas denn heute praktisch durchgeführt werden? In jedes Schlafzimmer einen Polizisten postieren?

Man kann also aus diesen wenigen Hinweisen sehen, dass die ursprüngliche Einlassung sowie die unterstützenden Wortmeldungen in der Sache inkonsistent sind und die Nazi-Rassereinhaltungsversuche hier völlig unangebracht wären, von deren Methoden mal ganz abgesehen.

Wenn man nun Intelligenztests als Maß für die Existenzberechtigung heranziehen möchte, ergeben sich ja noch ganz andere Weiterungen. Was macht man mit deutschblütigen Minderintelligenzlern? Lässt man da Gnade vor Recht ergehen, oder möchte man da auch die Nazimethoden anwenden? Das Gleiche wäre zu fragen bei den Altersdementen, die ja auch eine Belastung des Volkskörpers darstellen. Und so weiter, Mahlzeit.


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