WirtschaftsWoche: Deutschlands neues Männer-Problem - Kolumnistin: Deutsche Männer könnten deutsche Frauen nicht verteidigen

azur, Mittwoch, 20.01.2016, 00:24 (vor 3671 Tagen)6597 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 20.01.2016, 01:06

Hallo allen,

es geht noch mal um Kölle. In der Wirtschaftswoche erklärt eine Kolumnistin

Deutschlands neues Männer-Problem

Zuvro: Wie ist wohl das Begleitfoto zustande gekommen? Also rein praktisch, tatsächlich?*

Es geht wieder einmal darum, ob es eher ein Problem mit der Gruppe wäre, aus der diese Art Straftaten begangen wurde (wie die nicht mehr ganz jugendeliche Autorin dann "voll in Saft stehend" verwendet, hört sich das auch ein wenig nach Hoffnung - eine Schriftstellerin schrieb auch von "schönen Menschen") oder eine Männer-Frauenproblem allgemein (Oktoberfest, obwohl argumentativ erledigt, wird auch wieder aufgerufen.

Es geht der Autorin um den Sexismus allgemein, und, obwohl man sich eingestehen müsse, dass vorwiegend Männer gekommen seien, die auch um Frauen konkurieren, ohne (leider?) die Mittel dazu zu haben. Und um das Männerbild. Feministinnen, so meint sie, würden dabei die wenigsten bleiben können:

"Unbeschäftigte junge Männer in Konkurrenz um knappe Güter wie Frauen und Arbeitsplätze sind kein angenehmes Szenario. Es dürfte nicht lange dauern, bis die feministisch gut erzogenen Männer hierzulande in der Minderheit sind."

Sie untermauert mit:

"Das ist die wahre Herausforderung nach Köln: Ist unsere Vorstellung vom modernen, vom moderaten Mann einem so archaisch auftretenden Männlichkeitsideal überhaupt gewachsen?"

Deutschen Männern traut sie nicht viel zu:

"Sollten sich nämlich stattdessen die einheimischen Männer rüsten, das zu tun, wozu sie der Silvestermob feixend aufforderte - „ihre“ Frauen zu schützen - , so werden sie Schiffbruch erleiden. Oder wir erleben in Deutschland, was ich mir kaum ausmalen mag, wieder Straßenkämpfe."

Die Frau hat einen merkwürdigen Mix aufgetischt, wobei sie unbedingt loswerden muss, wie sehr sie diese (wohl eher von pro-Flüchtlings-Haltung) Themen sie emotionalisierten.

Jedenfalls ist sie bisher davor ausgegangen, dass man Angriffe selbst abwehren könne, was heißt, dass sie noch nichts Schlimmeres erlebt hat (wohl nun aber doch etwas schwant...). Und natürlich darf auch der Hinweis der Relativierer nicht fehlen, dass man ja noch nicht genau wüsste, was passiert sei:

"Notabene: Alles, was hier und woanders gesagt und geschrieben wird, steht unter dem Vorbehalt, dass immer noch nicht alle Fakten zu den Ereignissen der Silvesternacht bekannt und verbürgt sind. Mir fällt es im Übrigen zugegebenermaßen schwer, bei diesem Thema die Distanz zu wahren und nicht emotional zu werden. Seit ich aus dem Elternhaus aus- und nach Frankfurt am Main gezogen bin, habe ich mir die Freiheit genommen, jederzeit und unbegleitet die ganze Stadt zu durchqueren. Das ging nicht immer, doch so gut wie immer ohne Zwischenfälle ab. Schon deshalb kenne ich den Unterschied zwischen einem gewalttätigen Angriff und einer verbalen Anmache, die man nicht stets, aber meistens mit Selbstbewusstsein parieren kann. Was in dieser Silvesternacht geschehen ist, hat eine andere Dimension.

Es ist nämlich in dieser Nacht offenbar geworden, was man spätestens ahnen konnte, als die Bundeskanzlerin Deutschlands aller Welt erklärte, dass die Grenzen des Landes nicht geschützt, seine Souveränität nicht garantiert werden könnten. Zu uns kommen derzeit eben nicht ganz überwiegend Frauen und Kinder, sondern ganz überwiegend in vollem Saft stehende alleinstehende junge Männer."

Ausführlich: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/stephans-spitzen-deutschlands-neues-maenner-prob...

Dabei sollte man die Links nicht verpassen:
Europe’s man problem
Migrants to Europe skew heavily male — and that’s dangerous."
Ebenfalls von einer Dame: http://www.politico.eu/article/europes-man-problem/

Und auch hier wird endlich die "Wahrheit" gesagt:

"Wahrheiten zur Flüchtlingskrise

Immer wieder wird die aktuelle Zahl der Einwanderer mit der Gesamtzahl der bundesdeutschen Bevölkerung verglichen. Das erzeugt keine zutreffenden Prognosen. Die Grundlage für Zahlenvergleiche sollte ohne Denkverbote bei Lichte betrachtet werden. Um zu Ergebnissen zu kommen, genügt die Anwendung der Grundrechenarten."
http://www.theeuropean.de/adorjan-f-kovacs/10622-einwanderung-oder-zuflucht

Diese überdurchschnittliche Anzahl einer Alterskohorte erklärt etliches, da diese eben der Kohorte entstammen, die auch anderswo vermehrt Straftaten begeht.

Nur das muss leider potentiert werden mit deren verfestigten Grund-Einstellungen z. B. gegenüber Gewalt, Frauen und Andergläubigen bzw -denkenden.

Ein Freund schrieb mir heute, bei dem Familienmitglieder in der Zuwanderungshilfe engagiert sind, ob ich nicht ein paar positive Nachrichten zum Thema hätte. Die Welt wäre doch schließlich nicht so schwarz-weiß...

Ob der o. g. Artikel so ein eher positiver ist?

Viele freundliche Grüße

azur


* würde es überzeugender finden, wenn auch Frauen dabei sind. Es sind oft reine Männerbilder, wobei das hier ja einen sachlichen Grund hat.

Siehe nämlich auch, ähnlich zum eingans genannten Artikel, aber mit immerhin Hinweis des besonderen Dilemas weiblicher Flüchtlinge hierzulande: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/amnesty-international-weibliche-fluechtling...

Zumal die Einstellungen der Jungs und Männer eben auch von deren Umfeld mitverursacht ist. Eine türkischstämmige Autorin hatte u. a. berichtet, wie arabischstämmige Mütter und Frauen ebenfalls über die unverschleierten, westlichen Frauen herziehen. Das wird schon so sein und Sittenstrolchen zusätzlich das Gefühl geben, sie dürften diese Verachtung ausleben.

Siehe dazu auch: http://www.bento.de/politik/so-kaempfen-fluechtlinge-in-deutschland-fuer-ihr-image-247850/ (da könnte eine Agentur dahinter stecken)


PS: Bei Fefe läuft eine Sympathiekundgebung für das linke Hausprojekt, das neulich von der Polizei durchsucht wurde, nach dem ein 52jähriger Polizeibeamter von 4 Linken zu Boden geschubst wurde (in den vergangene Monaten wurden u. a. benachbarte, neue Eigentumswohnungen in der Nachbarschaft angegriffen und z. B. Steine in Fenster geworfen, so dass sich wer genötigt sah auf die Fensterscheibe zu schreiben, dass dort ein Kind schlafe).

Daraus auch der folgende Link, in dessen Mitte auch ein rund 4minütiges Video über eine Aktion der Antifa gegen rechte Demonstranten eingebettet ist. Man kann etwas sehen, wer da etwas warf. Der interviewte Antifa sagt, sie wollten nur zeigen: "wie wir unsere Toleranz, gegenüber allen Menschen, außer gegenüber Rechten, verteidigen wollen".
http://www.vice.com/alps/read/schlaege-beleidigungen-drohungen-das-sek-berlin-macht-ein...

Es gibt eine Reihe ähnlicher Videos, über z. B. die Anti-Islam Demo in Wien und gegen Hogesa: http://www.vice.com/alps/video/anti-islam-demo-in-wien-205

Vorboten der Straßenschlachten, von denen die Kolumnistin der WiWo schrieb?

Fefe stellt übrigens auch einen rethorischen Zusammenhang zwischen der jüngsten RAF-Story und den dem schwergewaltätigen Überfall auf rechte Demonstranten in Oschersleben her und fragt, ob das nicht nur zur Selbstrechtfertigung der Innenpolitiker und der Polizei diene, damit sie besser Linke bekämpfen könnten.

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