Die Zuverlässigkeit von DHL aktuell - "ich bin die Christl von der Post.."

helmut-1, Siebenbürgen, Sonntag, 17.01.2016, 08:16 (vor 3673 Tagen)5389 Views

Ich bestellte von einem in Deutschland ansässigen Verlag ein Buch. Dieses Buch sollte mir in Rumänien zugestellt werden. Das ist nicht geschehen, - niemand weiss , wo das Buch geblieben ist. Danach bestellte ich nochmals zu einer Adresse in Nürnberg, wo meine Freunde wohnen. Da sich mein Sohn am Wochenende dort aufhält, sollte er das Buch nach der Anlieferung in Empfang nehmen und dann zu mir nach Rumänien bringen. Soweit, so gut.

Der Ablauf im Detail (alle Benachrichtigungen per Mail):

-Ich bekam die Versandanzeige des Verlages am 13. 1. d.J. mit richtig angegebener Zustellanschrift.

-Ich bekam die Zustellankündigung der DHL am 14.1. mit dem schönen Text: Hallo lieber Kunde, wir haben gute Nachrichten: Ihr Paket ist bald da. (Die Adresse stimmte).

-Ich bekam die Unzustellbarkeitsbenachrichtigung der DHL am 15.1. mit den Worten: Hallo lieber Kunde, leider konnten wir Sie unter der angegebenen Adresse nicht finden. Wir versuchen es weiter. Sollte die Zustellung nicht gelingen, müssen wir Ihr Paket leider an den Absender zurück senden.

-Bei der Nachforschung per Mail erhielt ich als Suchergebnis die Information: Status vom Fr, 15.01.2016 12:28 - Der Empfänger ist unbekannt. Nächster Schritt - Die weitere Behandlung der Sendung wird geprüft.

Nun zu meiner Tätigkeit, die ich dem Verlag anschließend per Mail mitgeteilt habe:

Mail v. 15.1.2015:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Anlage erhalten Sie vier Kopien des mir zugegangenen Schriftverkehrs über die Lieferung des erneut bestellten Buches. Nachdem ich um die Mittagszeit die letzte Nachricht von DHL heute erhalten habe, setzte ich mich sofort telefonisch mit dem Kundendienstservice in Verbindung. Der Sachbearbeiter bedauerte, keinen Einfluß darauf zu haben, was mit dem Paket weiter passiert, - es geht automatisch an den Absender zurück. Die darin enthaltene Aussage, "Wir versuchen es weiter." ist also nur Makulatur.

Ich wies den Sachbearbeiter darauf hin, dass die Adresse absolut richtig sei. Mein Appell, das Paket doch bei der nur wenige Meter entfernten DHL-Postfiliale in der .......straße zu hinterlegen, fand genauso kein Gehör, - es wurde mir immer wieder entgegnet, dass das Paket bereits zurück zum Versandort unterwegs sei. Das war genau um 13 Uhr 11 (deutscher Zeit, ich habe von Rumänien aus um 14 Uhr 11 angerufen), also 43 Minuten nach der Nachricht über die erfolglose Zustellung. Die Telefongespräche bei DHL werden aufgezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt muss das Lieferfahrzeug noch in der Nähe gewesen sein, - eine telefonische Benachrichtigung von Seiten der DHL-Logistik an den Fahrer schloß man kategorisch aus.

Nun ist das bereits der zweite Versuch, über eine Zustellung Ihres Verlages an ein Buch zu kommen. Die erste Lieferung, die nach Rumänien gelangen sollte, hat nicht geklappt, weshalb das Buch auch nicht bezahlt wurde. Bei der zweiten Lieferung bezahlte ich im Voraus, zumal ich davon ausging, dass eine Lieferung innerhalb von Deutschland problemlos sei.

Warum der Fahrer nicht ausgeliefert hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist nach meiner telefonischen Unterredung mit dem Kundendienstservice davon auszugehen, dass es ich um einen Beschäftigten gehandelt hat, der der deutschen Sprache nicht besonders mächtig ist.

Nun ist mein Sohn mittlerweile in Nürnberg angekommen, und sollte das Buch nach Rumänien mitnehmen. Er wird am kommenden Sonntag abend von Nürnberg wegfahren.

Mail v. 17.1.2015:

Sehr geehrte Damen und Herren,
bezugnehmend auf mein Mail vom 15.1.2016 möchte ich folgendes ergänzen:

Durch gewisse Rückfragen bei den Leuten, wo das Buch ankommen sollte, hat sich folgendes herausgestellt:

Ein Zeuge hat beobachtet, wie ein Lieferfahrzeug der DHL um ca. 12 Uhr an einer Einfahrt in die .........straße vergeblich eine Parkmöglichkeit gesucht hat. Das war ca. 10 Hausnummern von der Lieferanschrift entfernt. Dazu muss man wissen, dass die ...........straße eine stark befahrene Durchgangsstraße mit meist besetzten Parkplätzen am Straßenrand ist, die gerade am Freitag stark frequentiert ist. Das DHL-Lieferfahrzeug konnte keinen Parkplatz ausfindig machen und natürlich nicht in der .........straße vor dem Haus Nr. xxx selbst stehen bleiben, da in diesem Fall eine Fahrspur blockiert worden wäre, was einen erheblichen Verkehrsstau ausgelöst hätte.

Diese Suche dauerte ca. 5 - 10 Minuten, dann fuhr das Fahrzeug weiter. Das also bedeutet, dass es gar keine Irritation bei der Anschrift gegeben hat, - der Fahrer ist ja nicht einmal ausgestiegen und bis zum Haus Nr. xxx gegangen. Offensichtlich hätte er das Fahrzeug weiter entfernt parken und dann einen längeren Weg zurücklegen müssen. Das war der Grund, warum das Paket nicht angeliefert wurde.

Auf Wunsch werde ich diese mir telefonisch gemachte Zeugenaussage schriftlich verlangen und Ihnen zusenden. Da für mich fest steht, dass es eindeutig ein Fehlverhalten des Fahreres der DHL war, so denke ich, dass man diese Firma dazu verpflichten könne, das Paket nun zu mir direkt - für Ihren Verlag und für mich kostenfrei - anzuliefern.

Meine Anschrift in Rumänien lautet: ..........

In diesem Falle würde ich aber die Fa. DHL dazu verpflichten, das Paket gegen Unterschrift innerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mo - Fr 8 Uhr - 16 Uhr) anzuliefern.

Ich denke, ich kann mir dazu jeglichen Kommentar ersparen, - die Fakten sprechen für sich. Würde mich nur interessieren, ob Sie bereits mehrmals derlei Vorfälle bemerkt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Mein Kommentar fürs DGF: Sind das Einzelfälle oder ist das bereits die Auswirkung der neuen qualifizierten Facharbeiter aus anderen Ländern? Bin nun gespannt, wie es weitergeht und was letztlich herauskommt.


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