Schon richtig, aber schon diese "Symmetrie" war schon keine.

BillHicks ⌂, Wien, Dienstag, 12.01.2016, 21:54 (vor 3677 Tagen) @ CalBaer3882 Views

Hey CalBaer,

Du hast schon Recht.
Mein Punkt ist: so zu tun als wäre es damit getan, d.h. diese "Symmetrie" (von vor "refugees welcome") wiederherzustellen kann nicht ausreichen.

Es ist grundsätzlich richtig (falls Rechtsstaatlichkeit nicht nur ein hohles Wort sein soll) Rechtsasymmetrien zu benennen und darauf rechtsstaatlich zu reagieren. Das schließt diese neue Rechtsasymmetrie ein.

Komplex wird es, wenn man die Dialektik von Freiheit und Gleichheit mit berücksichtigen möchte: gerade das Herstellen von Rechtssymmetrie erschafft nämlich die Möglichkeit Asymmetrien hervor zu bringen, die ohne "Recht" überhaupt gar nicht möglich wären (!).

Es ist doch so:
es erwecken derzeit - auch hier - für mich erstaunlich viele den Eindruck, dass sich nun "einfach" und "endlich" auf den Nationalstaat besonnen werden muss und dass "wir" uns endlich "wehren" usw. usf.
Und dass dann automatisch alles gut werde.
Dieses Denken halte ich einfach für extrem verkürzt.
Das Gegenteil wäre der Fall. Es würde gar nix gut.

Es wird Zeit republikanisch zu Denken: Subsidiarität. Lokal, regional und national wo möglich. Global wo nötig.

Alles andere als in diese Richtung zu Denken macht - für mich - überhaupt keinen Sinn. Jeder einzelne sein Süppchen kochen? Ein Schwachsinn!
Dass es seit Kant nicht sonderlich wahrscheinlicher geworden ist mag sein. Sinnvoll wäre es trotzdem.
Aber die Renationalisierungswelle dieses Mal ist immer hin schon weniger heftig als in den 1930ern. Immerhin. Jedenfalls noch.

The european republic is under construction.
Global Switzerland in the making.

Schöne Grüße

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.


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